Drei Strategien, drei Depots Finger weg von Gold

Rund ein Drittel seines Wertes hat Gold eingebüßt. Doch auch wenn der aktuelle Preis reizvoll erscheint – einer unserer Autoren spielt mit dem Gedanken, auf einen weiteren Wertverfall des Edelmetalls zu wetten.
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Kerstin Leitel Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

(Foto: Bert Bostelmann für Handelsblatt)

An den Aktienmärkten halten sich die Investoren immer noch zurück – keiner will sich zu weit aus dem Fenster lehnen, so lange der Haushaltsstreit in den USA nicht gelöst ist. Wie gut, dass die amerikanische Notenbank da allen Investoren mit hohen Bargeldbeständen das Leben leichter macht: Denn seit neustem ist – mit mehr als zweieinhalb Jahren Verzögerung – eine neue 100-Dollar-Banknote im Umlauf.

Im Vergleich zu den bisherigen Scheinen sieht sie ungewöhnlich bunt aus und soll schwerer zu fälschen sein. Durch die Mitte der Banknote zieht sich so vertikal ein blauer Sicherheitsstreifen, und auf der Rückseite die Zahl 100 prangt in einem Orangeton, heißt es. Die „Benjamins“, wie die Banknoten umgangssprachlich genannt werden, wurden erstmals seit 1969 überarbeitet.

Da kann man wohl leichteren Herzens Bargeld unter dem Kopfkissen bunkern, angesichts der unsicheren Märkte vielleicht keine schlechte Idee. Aber Scherz beiseite: Früher oder später geht es an der Börse sicher wieder aufwärts. Bis dahin muss ich wohl oder übel die Zähne zusammen beißen.

Die USA werden nicht pleitegehen
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9 Kommentare zu "Drei Strategien, drei Depots: Finger weg von Gold"

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  • @ S.B.

    Das Dumme ist dass in zwei Jahren wenn SIE glauben dass jetzt eine Situation eingetreten ist in der man Gold kaufen sollte auch die anderen Milliarden auf die gleiche Idee kommen. Verkaufen will dann aber auch keiner mehr. Physisches Gold wird ja auch heute nur seltenst gehandelt. Sie dürfen in 2 Jahren dann Ihre Aktien-Millionen höchstens in 2 Kilogramm Papiergold tauschen.

  • Richtig: ein Kilogramm Gold bleibt ein Kilogramm Gold. Allerdings bekomme ich für die Euros die ich heute für ein Kilogramm Gold ausgeben muss in zwei Jahren sicher zwei Kilogramm.
    Aber das ist ja egal, wenn man sich lediglich an dem Glanz des Metalls erfreuen will.

  • Ein Kilogramm Gold ist und bleibt immer ein Kilogramm Gold! Der Gegenwert zu einer Währung und somit zur Kaufkraft des Goldes spiegelt also eher den Wert der Währung als den Wert des Goldes wider.
    Fazit: Wer Gold besitzt, der hat etwas. Wer eine Währung besitzt, hat im dümmsten Fall nichts.

  • Die Investorenlegende Marc Faber meint "Der Besitz von physischem Gold ist für mich persönlich eine Versicherung gegen Unfug, den Regierungen treiben."

    Die Jungs und Mädchen hier meinen "Finger weg von Gold!"

    Weshalb müssen die einen noch für ein Blättchen schreiben, um ihre Brötchen kaufen zu können, während der andere nur noch als Hobby arbeitet?

  • "...auch wenn der Preis günstig ist."
    Der Goldpreis soll günstig sein? Eine derart verzerrte Wahrnehmung kann nur haben, wer nur die Goldpreisentwicklung der letzten zwei Jahre als Referenz nimmt.
    Wir befinden uns nach wie vor in der Blase. Wer kauft oder hält vernichtet sein Vermögen.


  • Das Mädchen macht mit solchen Hinweisen nur ihren Job.
    "Orchestriert" wie so vieles.
    Die USA bzw Krisenzentralbanken stehen zur Flutung bereit und Gold soll mittelfristig weiter an Substanz verlieren. Macht nur so weiter. Hauptsach, die Schuldenlast steigt weiter an.

  • Auszug aus "Gold und wirtschaftiche Freiheit":

    "Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu
    schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. Wenn es das gäbe,
    müßte die Regierung seinen Besitz für illegal erklären, wie es ja im Falle von Gold auch
    gemacht wurde (Goldbesitz war in Amerika bis 1976 für Privatleute verboten, Anm. d.Ü.). Wenn
    z.B. jedermann sich entscheiden würde, all seine Bankguthaben in Silber, Kupfer oder ein anderes
    Gut zu tauschen und sich danach weigern würde, Schecks als Zahlung für Güter zu
    akzeptieren, würden Bankguthaben ihre Kaufkraft verlieren und Regierungsschulden würden
    kein Anspruch auf Güter mehr darstellen. Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es
    erforderlich, daß es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Dies ist
    das schäbige Geheimnis, daß hinter der Verteufelung des Goldes durch die Vertreter des
    Wohlfahrtsstaates steht. Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die "versteckte"
    Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es beschützt
    Eigentumsrechte. Wenn man das einmal verstanden hat, ist es nicht mehr schwer zu verstehen,
    warum die Befürworter des Wohlfahrtsstaates gegen den Goldstandard sind."

    A. Greenspan, 1966

  • Und warum hortet Goldman Sachs soviel Gold?

  • Mit dem neuen blauen Sicherheitsstreifen, noch dazu vertikal, kann ja beim Dollar nichts mehr schief gehen. Ich schließe mich also der ersten Strategie an.

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