Drei Strategien, drei Depots
Geschenke statt Aktien

Wie viele Anleger kaufen auch die Handelsblatt-Redakteure in der vorweihnachtlichen Zeit lieber Geschenke als Aktien. In ihren Depots geht es in den letzten Handelstagen des Jahres 2012 dementsprechend ruhig zu.
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„Meine“ SAP-Aktie wurde am Mittwoch von Oracle mit nach oben gezogen. Der US-Rivale hat im vergangenen Quartal 17 Prozent mehr Firmensoftware verkauft als ein Jahr zuvor und vermeldete einen Gewinnsprung von 18 Prozent. Die Geschäftszahlen seien ein positives Zeichen für den gesamten Technologiesektor, sagte FRB-Capital-Markets-Analyst Daniel Ives der Nachrichtenagentur Reuters: „Ich würde es ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk nennen.“

Einige Investoren hatten befürchtet, dass sich die Unternehmen in den USA und anderen Regionen der Welt wegen der unsicheren Wirtschaftslage mit dem Kauf neuer Software-Lizenzen zurückhielten. Diese Bedenken wischte Oracle-Finanzchefin Safra Catz beiseite: „Ich kann Ihnen sagen, dass unsere Kunden bei uns im Dezember Geld ausgegeben haben.“ Die Geschäftswelt sei „keinesfalls zum Stillstand gekommen“. Eigenen Aussagen zufolge hat Oracle auch in Europa SAP zuletzt Marktanteile abgejagt. Allerdings behauptete SAP im Gegenzug, im zurückliegenden Sommerquartal schneller als Oracle gewachsen zu sein.

Schon seit Jahren liefern sich die beiden Softwarehersteller eine erbitterte Schlacht, selbst vor Gericht. Der Gewinner am Mittwoch war aber (leider) Oracle: Mit einem Kursplus von knapp einem Prozent hinkte die SAP-Aktie dem Rivalen hinterher. Aber immerhin: Es geht aufwärts, und das auch für mein Depot.

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