Drei Strategien, drei Depots: Gewinnen mit Verlierern

Drei Strategien, drei Depots
Gewinnen mit Verlierern

Der Kursrutsch der SAP-Aktie sorgt für Verluste im konservativen Depot. Redakteur Frank Wiebe sieht in der Schwächephase der Aktie indes eine Chance und setzt auf diesen und einen weiteren Börsenverlierer.
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Ich habe die Kursschwäche genutzt, um zwei deutsche Titel in kleinerem Umfang zu kaufen: RWE und SAP. Der Energiekonzern verlor am Dienstag deutlich an Wert, weil eine Bank ihn zurückgestellt hatte. Aber die Aktie ist inzwischen so lächerlich billig, dass damit alle Probleme des Energiesektors und die hohe Verschuldung gut abgebildet sein sollten. Selbst wenn der Kurs noch weiter sinkt, dürfte eine gute Dividendenrendite entschädigen.

SAP ist sozusagen die spiegelbildliche Geschichte. Die Aktie ist nicht billig, aber der Konzern zeigt auch seit Jahren eine Erfolgsgeschichte. Am Dienstag fiel das Papier, weil SAP etwas weniger Wachstum als erwartet gemeldet hat. Das sehe ich aber nicht als Problem an, sondern als Chance zum Kauf.

In den USA sind die Aktien am Dienstag wieder etwas schwächer gestartet. Es gab zwar ganz erfreuliche Zahlen aus dem Einzelhandel, aber die Industrieproduktion im Raum New York fiel recht enttäuschend aus. Die Tatsache, dass Notenbankchef Ben Bernanke betont hat, die Wirtschaft laufe noch nicht so, wie er das gerne hätte, bewegte die Märkte kaum. Dabei macht sie deutlich, dass die Fed sich so schnell nicht vom Geld drucken verabschieden will, was ja auch dem Aktienmarkt zu Gute kommt - was immer man sonst davon hält.

Die scharfe Ansage von US-Präsident Barack Obama an die Opposition hat die Stimmung nicht gerade verbessert. Sie macht deutlich, dass wir im Februar eine ähnlich ätzende Diskussion über Finanzpolitik bekommen, wie wir sie schon im Dezember hatten.

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