Drei Strategien, drei Depots: Gute Zeiten für Pseudowissenschaften

Drei Strategien, drei Depots
Gute Zeiten für Pseudowissenschaften

In Zeiten der Unsicherheit über die Entwicklung der wahren Kurstreiber, setzen viele Anleger auf Chartanalysen. Humbug, meint Georgios Kokologiannis. Und Jürgen Röder setzt lieber auf risikoreiche Hebelpapiere.

Zu einem spekulativen Musterdepot gehört natürlich auch ein risikoreiches Hebelpapier als Depotergänzung zu den Basispapieren auf große Indizes. Das habe ich nun gekauft (WKN: HV7UFF). Dieser Mini-Future hebelt  die Gewinne und Verluste der Fielmann-Aktie mit einem gut dreifachen Faktor. 

Das Fielmann-Papier habe ich ausgewählt, weil der Titel seit Jahren  im Aufwärtstrend liegt – ungeachtet der allgemeinen Börsenentwicklung.  Ein Wert, der auch meiner Kollegin Kerstin Leitel, die das defensive Depot betreut, sehr viel Freude bereitet.

Am Dienstag hat die Aktie ein neues Allzeithoch markiert. Entscheidend für mich beim Kauf eines Hebelpapiers ist die Verlustbegrenzung. Ich lege von vornherein fest, wie viel Geld ich maximal verlieren will. Im Höchstfall ein bis zwei Prozent des gesamten Depotvolumens, meistens aber deutlich weniger.

Im konkreten Fall heißt das: Falls der Fielmann-Titel deutlich unter die Marke von 80 Euro rutschen sollte, verkaufe ich den Mini-Future sofort.  Dann hätte ich rund zehn Prozent der investierten Summe in Höhe von 2520 Euro verloren – weniger als 0,3 Prozent des gesamten Depots. Der Mini-Future hat auch eine sogenannte Knock-Out-Schwelle bei 61,50 Euro. Falls die Aktie diese Schwelle berührt, verfällt das Hebelpapier wertlos.

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