Drei Strategien, drei Depots

Hoffnung für Griechenland - und für mein Depot!

Die Rettung Griechenlands ist noch nicht in trockenen Tüchern. Trotzdem beginnt sich die Wette auf eine Erholung langsam auszuzahlen. Weniger gut läuft es mit Aktien aus dem Dax.
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Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Quelle: Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

(Foto: Pablo Castagnola)

Für mein Griechenland-Engagement musste ich mir von unseren Online-Kommentatoren einiges anhören. Umso erleichterter bin ich, dass mein börsengehandelte Indexfonds auf den Athex 20 in dieser Woche endlich ins Plus gedreht hat. Meine Spekulation auf die erneute Rettung scheint aufzugehen, auch wenn noch nichts in trockenen Tüchern ist. Erste positive Zeichen gibt es aber, dass sich das hochverschuldete Land nach wochenlangen Verhandlungen mit der Troika einigt und bald Geld fließt. Fest steht aber: Das Thema Griechenland dürfte die Börsianer noch eine Zeit lang beschäftigen.

Ebenso wie die Schuldenkrise in den anderen südeuropäischen Ländern. Doch auch das Zertifikat, das auf die Entwicklung von Unternehmen in Spanien, Portugal und Italien setzt, hat sich im Laufe der Woche erholt und notiert nur noch leicht im Minus.

Weniger gut lief es mit den Standardwerten, die ich gekauft habe. Eon hat auch diese Woche weiter verloren – wenn auch nur leicht – und ist auf ein neues Jahrestief gefallen. Von Analysten hat es zuletzt Verkaufsempfehlungen gehagelt. Am Freitag legte JP Morgan nach. „Untergewichten“ lautet das Urteil der Experten. Das Management des Versorgers habe eine klare Einschätzung der Herausforderungen und Unsicherheiten im europäischen Strom- und Gasgeschäft gegeben, schreibt Analyst Vincent de Blic in einer Studie.

Das spekulative Depot: Bitte Klicken für die Großansicht.

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Angesichts der operativen Risiken und der Fragen zur langfristigen Strategie dürfte die derzeit günstige Bewertung noch nicht reichen, um die Aktien zu stützen. Ich bleibe trotzdem engagiert und hoffe auf eine Erholung, auch wenn ich die Aktie sehr genau beobachte.

Zweites Sorgenkind in meinem Depot war die Commerzbank, doch die Aktie hat sich in den vergangenen Tagen deutlich erholt. Immerhin fast fünf Prozent hat das Papier zugelegt. Weiter so!

Der Dax wird es nicht leicht haben
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5 Kommentare zu "Drei Strategien, drei Depots: Hoffnung für Griechenland - und für mein Depot!"

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  • Es ist nicht nur albern, wenn Journalisten Trader bzw. Aktienanleger spielen wollen, es widerspricht auch dem journalistischen Verständnis:
    Journalisten sollten vom Geschehen berichten und nicht selbst am Geschehen mitwirken.

    Deutlicher kann man Befangenheit nicht zum Ausdruck bringen.

    Sie sollten sich, werte Redaktion, für eines der beiden Handwerke entscheiden . alles andere ist Irreführung der Leserschaft und somit schlechter Journalismus.

  • Wollten nur anmerken, dass sich im Gegensatz zu EON (noch rechtzeitig verkauft)- in meinem Depot sich bisher Lyxor ETF MSCI Greece (LYXOBF), Marfin Investment (AOB4891), Michaniki (894891) und Hellenic Telecom (903456) BESTENS entwickelt haben. Keine Ahnung worauf all die selbsternannten Experten / Co-Kommendatoren noch warten, auskennen tun Sie sich jedenfalls wohl doch nicht. Selten so viel Unsinn gelesen. Wuensche mir viel mehr Niveau, praxisnahe Vorschlaege und sinnvolle Tips, so koennten wir diese offene Plattform des HB viel sinnvoller nutzen. Schoenen Start in die neue Woche, wird fiskalisch gesehen wieder aufregend. Haben Sie einfach etwas mehr Mut zur Investition, mit dem Sparbuch wird das nix mehr.

  • eigentlich eine einfache Entscheidung: Pleite oder Dauertransfers. für den deutschen Steuerzahler eigentlich eine einfache Sache. Für die Politik die Wegnahme von einem Lieblingsspielzeug. Nur haben die Steuerzahler die falsche Partei gewählt! Kann man aber in 10 Monaten korrigieren.

  • für eine EON-Aktie erhält man einen realen Wert, ein Zertifikat auf einen griechischen Aktienindex ist ein Zockerpapier, das eigentlich in einer seriösen Wirtschaftszeitung nichts verloren hat. Aber es gibt immer noch genügend Dumme, die auf so etwas reinfallen. Wetten Sie lieber auf die Zahl der Heuschrecken in der Sahara im Jahr 2013.

  • Griechenland befindet sich seit März 2012 im CCC Status
    der Zahlungsunfähigkeit! So dürfte es sich bei grie-
    chischen Staatsanleihen um mehr als ein heißes Eisen
    handeln, zumal Griechenland, aufgrund des Mangels an
    Masse der ''EU'', in einem unabänderlichen Staatsban-
    krott, wie bereits mit der lat. Münzunion gehabt, en-
    den wird!

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