Drei Strategien, drei Depots: Italien sorgt für eine Zitterpartie

Drei Strategien, drei Depots
Italien sorgt für eine Zitterpartie

Es war ein spannender Börsentag am Montag. Lange Zeit notierten die europäischen Indizes im Plus. Doch Prognosen zum Wahlausgang in Italien sorgten für Turbulenzen an den Märkten. Gut, wer da Bankwerte im Depot hatte.
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Das Thema Italien hat am Montag auch die Börsianer in den USA beschäftigt. Auftrieb gab dabei die Hoffnung, eine Mitte-Links-Koalition könnte die Regierung übernehmen. Denn Berlusconi steht bei den Investoren für finanzielles Chaos. Und bei näherer Betrachtung wäre Mitte-Links vielleicht sogar besser, als es ein starker Mario Monti gewesen wäre. Denn Monti hat sich zwar viel Respekt erarbeitet, international und auch im eigenen Land, zugleich gilt er aber als „Abgesandter“ Deutschlands, Paul Krugman bezeichnete ihn in seiner Kolumne für die New York Times am Montag als „Proconsul“ Berlins.

Die historische Erfahrung zeigt, dass linke Regierungen sich manchmal leichter mit schmerzhaften Reformen tun - weil sie die Konkurrenz von links nicht fürchten müssen. So haben zum Beispiel die Sozialisten Spanien nach der Franco-Zeit einer Art Rosskur unterzogen. Und in Deutschland war es ja auch eine SPD-geführte Regierung, die mit der Agenda 2010 Reformen angestoßen hat, die inzwischen sogar von der CDU-Kanzlerin Angela Merkel gelobt werden.

Es besteht also Hoffnung, aber was in Italien wirklich passiert, war bei Abfassung dieses Kommentars doch noch sehr unklar. Krugman hat jedenfalls wieder die "nördlichen" Europäer, also vor allem Deutschland, für ihre Politik gegenüber dem Süden gegeißelt. Seiner Meinung nach tragen sie eine große Mitverantwortung nicht nur für die wirtschaftlichen, sondern auch für die politischen Probleme im Süden, weil sie den schwachen Ländern eine Sparpolitik aufgezwungen haben, die nicht funktioniert.

Aus Sicht der Börsen, und Krugman schreibt nicht zufällig für eine New Yorker Zeitung, wäre es freilich bequem, wenn die Europäer ein bisschen mehr Geld drucken und weniger sparen würden, oder wenn die starken Euroländer noch mehr Kreditpakete absichern würden. Die Probleme, die dadurch entstehen, sind eher mittel- und langfristiger Natur - das heißt also, sie interessieren die Wall Street nicht wirklich.

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Kommentare zu "Italien sorgt für eine Zitterpartie"

Alle Kommentare
  • "Das Auf und Ab an der Börse ... das beschäftigt mich seit Jahren."

    Wenn Sie so weitermachen, wird Sie das auch zukünftig beschäftigen.
    Merke: eine Achterbahn fährt zuerst hoch, dann wieder runter und kommt am Schluß genau da an, wo die Fahrt begonnen hat.
    Siehe CoBa, siehe Banken. Siehe Depot.

  • Hallo liebe Frau,

    Schnee von vor 3 Stunden,

    Schade für Sie ich war short!

    Mit Gruss

    r.Riedl

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