Drei Strategien, drei Depots
„Langfristig glaube ich an steigende Börsen"

Weltweit gingen die Märkte heute auf Talfahrt. Kerstin Leitel wittert bereits neue Einstiegskurse. Georgios Kokologiannis schlägt schon jetzt zu und Jürgen Röder zieht schlussendlich die Reißleine. Die Musterdepots.
  • 4

Es sind Tage wie diese, wenn Anlagezertifikate ihre Kritiker Lügen strafen: Während der Dax am Donnerstag um mehr als drei Prozent einbrach, verlor beispielsweise mein Dax-Bonuszertifikat nicht einmal halb soviel. Damit erfüllt es seinen Zweck: Es reduziert die Volatilität des Aktienanteils im Depot — im Gegenzug verzichte ich auf etwas Rendite, falls die Börsen irgendwann wieder stark steigen.

Viele selbst ernannte „Experten“ werden dennoch nicht müde, Zertifikate als Teufelszeug abzukanzeln. Teuer seien sie, intransparent, oder ganz plump: „einfach nur gefährlich!“ Das ist so pauschal wie falsch. Erfahrenen Anlegern bieten Zertifikate vielmehr Instrumente, um ihr Portfolio zu optimieren.

Die nutze ich auch jetzt wieder und erhöhe den Bestand an dem Dax-Bonuspapier (WKN: BP6UN0). Enttäuscht aufgenommene Signale zur Geldpolitik der US-Notenbank Fed sowie anhaltende Sorgen um China haben die Aktienmärkte weltweit zwar zuletzt deutlich belastet. Langfristig glaube ich aber weiterhin an eher leicht steigende Börsen - wenn auch unter zunehmenden Schwankungen. Für dieses Szenario ist das gewählte Dax-Bonuszertifikat sehr gut geeignet.

Es verfügt über einen entscheidenden Vorteil gegenüber einer Direktinvestition – beispielsweise mit Hilfe eines Indexfonds (ETF): Falls das deutsche Börsenbarometer anders als erhofft, den Rückwärtsgang einlegt, muss sich das nicht zwangsläufig auch im Depot niederschlagen. Denn solange der Dax nie bis auf die Schwelle von 7100 Punkte Punkten rutscht, werde ich zum Laufzeitende praktisch so gestellt, als habe der Aktienmarkt nur stagniert.

Verloren geht diese Schutzfunktion allerdings, falls der Dax bis Ende Dezember doch noch bis auf die entscheidende Schwelle einbricht. Dann fallen sogar etwa zwei Prozent mehr Verlust an als beim einfachen Indexfonds. Das ist der Preis für den Airbag gegen (kleinere) Börsenunfälle.

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: „Langfristig glaube ich an steigende Börsen""

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @ Fr. Leitel:

    Wieso können Sie deutsche Aktien besser einschätzen als amerikanische? Die zugehörige Papierlage findet sich bei denen genauso im Netz. Und einer Ihrer Kollegen in D wird doch ggf. wohl Englisch sprechen? Angeblich beschäftigen Sie sich doch schon jahrelang mit den Märkten. Einen klareren Fall von Home-Bias habe ich noch nicht erlebt.


  • Im Deutschen reimt sich Geld auf Welt. Es ist kaum möglich, dass es einen vernünftigeren Reim gebe.
    Georg Christoph Lichtenberg

  • Gesundbeter aller Depots vereinigt Euch. Man muss halt auch wissen, wann man verkauft. Sonst werden die Gewinne zu Verlusten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%