Drei Strategien, drei Depots
Mit Bonuszertifikaten gegen schlechte Zeiten

Einen Tag nach dem Jahreshoch bleibt der Dax stabil. Doch kommt es wirklich noch zu einer „Weihnachtsrally“? Eine Redakteurin sichert sich lieber mit einem Bonuszertifikat gegen den Abschwung ab.
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Es ist wie immer, wenn sich das Börsenjahr dem Ende zuneigt. Die Analysten der großen Banken geben ihre Marktausblicke für die kommenden zwölf Monate bekannt. Die Mehrheit der Experten erwartet auch für 2013 steigende Aktienkurse. Dem Dax trauen viele sogar ein neues Allzeithoch zu. So glauben beispielsweise die Strategen der Helaba, dass der deutsche Leitindex bis Ende kommenden Jahres auf 8200 Punkten steigen könne - die bisherige Bestmarke vom Juli 2007 liegt bei 8151 Zählern.

Das ist einerseits erfreulich für Anleger. Andererseits bedeutet selbst das Erreichen eines neuen Rekordhochs im Vergleich zum aktuellen Stand von rund 7450 Zählern „nur“ ein überschaubares Plus von weniger als zehn Prozent. Demgegenüber steht das Risiko größerer Kursrückgänge. Schließlich hat der Index allein dieses Jahr bereits um über ein Viertel zugelegt. Die Schuldenkrise kann jederzeit wieder neu aufflammen. Ob die Konjunktur in den kommenden Monaten tatsächlich wie erhofft wieder Tritt fasst, ist alles andere als sicher. Viele Risiken werden derzeit schlicht verdrängt oder vorübergehend von den Stützungsmaßnahmen der Notenbanken überlagert.

Was also falls der jüngsten Hausse doch die Luft ausgeht und es mit dem Aktienmarkt eher eine Etage tiefer geht, statt weiter aufwärts? Eine Lösung aus dem Dilemma können spezielle Bonuszertifikate auf den Dax sein. Wählt man die richtigen Produkte, kann man das Verlustrisiko eines Aktien-Engagements deutlich verringern und dennoch die Chance wahren auf die prognostizierten maximal zehn Prozent Rendite.

Zum Beispiel mit Hilfe einer Variante der Commerzbank (WKN: CZ2HVL). Die Funktionsweise: Der Anleger erzielt eine Rendite von fast zehn Prozent, solange der Dax bis Ende Dezember kommenden Jahres nicht auf die Marke von 6100 Punkten  - die so genannte „Barriere“ des Zertifikats - einbricht. Der Clou: Selbst wenn der Dax überhaupt nicht von der Stelle kommt oder moderat an Wert verliert, wird der Investor zum Ende der Laufzeit so gestellt, als sei der Index um ein gutes Zehntel auf 8200 Zähler gestiegen. Nur falls die Barriere nicht hält, erleidet der Investor dieselben Verluste wie bei einer Direktinvestition in den Leitindex – so wie sie beispielsweise mit einem Indexfonds (ETF) möglich ist, der einfach die Dax-Entwicklung nachzeichnet.

Natürlich gibt es den Schutz des Zertifikats nicht umsonst. Sollten die Analysten nicht optimistisch genug gewesen sein und der Index steigt sogar über das prognostizierte Niveau hinaus, profitieren Zertifikate-Anleger davon nicht mehr. Die Gewinne sind von vornherein auf dem Dax-Stand von 8200 Zählern begrenzt. Hinzu kommt: Wie alle Zertifikate beinhalten auch die Bonus-Papiere ein Ausfallrisiko. Denn Zertifikate sind im Prinzip nichts anderes als spezielle Anleihen der Banken, die sie emittieren. Geht die Anbieterbank pleite, ist das eingesetzte Kapital in der Regel verloren – und zwar ganz unabhängig davon, wie sich der Dax letztendlich entwickelt haben wird.

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: Mit Bonuszertifikaten gegen schlechte Zeiten"

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  • So. Iss ja sonst depri für die Autoren.

  • Bonuszertifikate als Plan B? Ok, einen Versuch ist es wert und immerhin ein Lichtblick zwischen zögerlicher Zauderei und schwadronierender US-Langeweile. 10% potenzielle Rendite - das klingt allerdings nicht wirklich verheißungsvoll.

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