Drei Strategien, drei Depots Mit Gold-Investment aufs Ganze gehen

Die Richtung des Goldpreises bleibt für Investoren ein Rätsel. Jessica Schwarzer hat eine ganz heiße Wette gestartet und einen Optionsschein auf Gold gekauft. Dabei kann sie viel gewinnen, aber auch viel verlieren.
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Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Quelle: Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

(Foto: Pablo Castagnola)

Erleben wir gerade das Ende der jahrelangen Gold-Rally? Vieles spricht dafür, aber auch einiges dagegen. Die Argumente sind bekannt. Mal sehen, ob am Ende die Optimisten oder die Pessimisten Recht haben.

Der Absturz der vergangenen Wochen war auf jeden Fall heftig: Seit Jahresbeginn hat der Preis um mehr als acht Prozent nachgegeben. Fast 20 Prozent hat Gold damit seit seinem Rekord aus dem September 2011 verloren. Eigentlich eine klares Zeichen für den Beginn eines Bärenmarktes. Doch ganz so pessimistisch bin ich nicht.

Charttechnisch sieht es auch gar nicht so übel aus: Experte Gregor Bauer geht davon aus, dass der Goldpreis in den kommenden Monaten im Korridor zwischen 1.500 und 1.900 US-Dollar schwanken wird.

Für mich Grund genug, eine ganz heiße Wette einzugehen: Ich habe einen Inline-Optionsschein der Société Générale mit sehr kurzer Laufzeit gekauft. Die Schwellen liegen bei 1400 und 2000 US-Dollar. Die maximale Rendite beträgt bei einem aktuellen Goldpreis von 1554 Dollar mehr als 40 Prozent pro Jahr. Allerdings läuft das Zertifikat nicht mehr sehr lange. Bewertungstag für die Rückzahlung ist der 14. Juni.

Falls der Goldpreis bis dahin allerdings nur einmal eine der beiden Schwellen berührt, ist das Produkt wertlos. Eine extrem spekulative Wette also. Und deshalb investiere ich auch nur 2000 Euro, also gut zwei Prozent meines virtuellen Vermögens. Ab heute werde ich täglich auf den Goldpreis starren und die Reißleine ziehen, sobald sich das Edelmetall einer der beiden magischen Marken nähert.

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12 Kommentare zu "Drei Strategien, drei Depots: Mit Gold-Investment aufs Ganze gehen"

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  • Den Trade finde ich beim Nachdenken immer lächerlicher. Max. 200,- Gewinn bei einer Totalverlust-Möglichkeit von 2000,-!!!

    Das ist selbst für eine risikofreudigen Anleger wie mich pures Glücksspiel.- z.Zt. besonders bei Gold.

  • @castrotransport: Das ist eine Wette auf einen stabilen Goldpreis - Inliner. Wäre es eine Wette auf einen steigenden Goldpreis wäre es ein Call.

    Ansonsten guten Appetit! Was ich noch ergänzen wollte, Fr. Schwarzer: bei so kleinen Anllagesummen ist ein alter Grundsatz ganz wichtig: Klotzen, nicht kleckern!

  • Die Wette auf einen steigenden Goldpreis ist sehr gut.
    Alles spricht fuer ein baldiges Ende der Korrekturphase,nur der Zeitraum bis zum 14.Juni ist recht kurz.
    Den Papiergeldbergen, die taeglich kreiert werden steht eine jaehrlich nur um ca.2% wachsende Menge physisches Gold gegenueber,deren Foerderung immer kosteninsiver wird zusaetzlich wird das Gestein immer unergiebiger.
    In einer Welt,in der sich die Regierungen ueberbieten das Papiergeld,das durch nichts gedeckt ist, schnellstens zu enrwerten,bleibt Gold das einzige Medium sein Erspartes zu schuetzen.Nicht Gold steigt,sondern der Wert des Papiergeldes wird staendig geringer.
    Ich lecke ueberigens lieber einen Goldbarren ab als einen schuddligen 500,- OIRO zu verzehren.
    Gold ist auch geseunder!

  • Wenn man als Autorin einer Anlagekolumne solche extrem spekulativen Wetten eingeht, sollte der Aufwand Im Verhältnis zum Gewinn stehen. Und für max. 200,- jeden Tag "gebannt" auf den Goldpreis zu "starren" führt dazu den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen.

    Den Kaffee nehme ich gerne!

  • Schlimmer noch - ein derartigen Dilentantismus in Sachen Anlagen auch noch den Lesern zuzumuten, ist schon wirklich ein starkes Stück! Sie intevstiert in eine Zockerwette von der sie keine Ahnung hat. Der guten Frau ist die Entwicklung des Goldpreis ein Rätsel. Sie hat keine Ahnung wie mit dem Gold Leasing Markt der Zentralbanken die Bullion Banken den Marktpreis des virtuellen Papiergoldes beeinflussen.

    Sollen hier Leser zu ähnlichem unverantwortlichen Zockerverhalten animiert werden?

  • zustimmung!
    gratulaione! kriegst nen kaffee von mir

  • 40 % pro Jahr bis Juni sind absolut nur ca. 10 %, ergo 200,-. Man sollte sich selbst als Redakteur ein wenig in der Prozentrechnung auskennen.

  • Also 40% ist ja nicht so verkehrt... Aber was bringen diese Prozente wenn man sich nur mit "Kleingeld" reinwagen kann? Ok - wenn's gut geht stehen dann 800€ mehr auf dem Konto. Aber was sind schon 800€ auf die virtuelle Bezugsgröße von 100k?
    Also wer sich da neulich sowas wie Nestlé gezogen hat... der hat zwar nur bescheidene 15% im Kasten - aber dafür mit einer Anlage wo man auch bedenkenlos 50k oder auch 100k reinstecken kann. Eine Anlage die auch nicht einfach mal so wertlos werden kann wenn mal irgendein Computerprogramm verrückt spielt.
    Also sowas wie Gold macht man physisch und als Versicherung... Auf Papier höchstens wenn man seine physischen Bestände gegen Kursverluste absichert. Dann geht's aber nicht um Gewinne sondern nur um die Vermeidung von Verlusten.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Ich gehe lieber ins Spielkasino! Das ist seröser als irgend eine Anlage von einer Bank zu kaufen! Die einzige wahre Investition ist physisches Gold und Silber! Alles, was man auf einem Konto sichtbar ist wartet darauf vom Finanzamt, der Bank selber oder vom Staat gestohlen zu werden.

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