Drei Strategien, drei Depots
Mit langweiligen Aktien gute Gewinne gemacht

Frank Wiebe war auf der Suche nach einer wahren Value-Geschichte. Unter den Mauerblümchen ist er fündig geworden. Bei der RWE-Aktie lernt er: Schlimmer geht immer. Kerstin Leithel versucht es mit klugen Sprüchen.
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Ich hatte mir für mein Depot eine klassische Value und Dividendenstrategie vorgenommen. Das ist in gewissen Grenzen auch aufgegangen – begünstigt allerdings durch einen insgesamt gut laufenden Aktienmarkt in den USA. Meine stärksten Werte waren Bank of America und Western Union. Bank of America ist ein Wert, der angeschlagen und unterbewertet war – eine klassische Value-Geschichte.

Ähnlich Western Union: Mir ist aufgefallen, dass da Bewertung und Dividendenrendite attraktiv sind. Die Aktie ist nicht besonders sexy, und die Frage steht im Raum, ob das Unternehmen nicht durch modernere Konkurrenten wie Paypal allmählich an die Wand gedrückt wird. Das führte aber auch dazu, dass die Aktie recht billig zu haben war und beim Aufschwung an der Börse gut mitgeschwommen ist. Ich glaube auch, dass wegen der hohen Migration weltweit solche Firmen noch eine Menge Potenzial haben.

Beim Vergleich von Apple und Samsung habe ich mich für Samsung entschieden. Apple habe ich erst vor kurzem nach dem Fall gekauft – bisher hat das noch nichts gebracht, aber die Zeit ist kurz, um zu beurteilen, ob das ein Fehler war. Die einzige wirklich schwache Aktie ist RWE. Die war schon so heruntergeprügelt, dass ich dachte, viel schlimmer kann es nicht mehr werden – kam es aber. Die relativ hohe Dividendenrendite federt aber aber den Verlust etwas ab.

Der größte Fehler war wohl, dass ich nur einen Teil des Geldes investiert habe. Im Börsenaufschwung wäre eine niedrigere Cash-Quote besser gewesen. Aber ich war nie optimistisch genug, einen herben Rückschlag auszuschließen.

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: Mit langweiligen Aktien gute Gewinne gemacht"

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  • @jessica Schwarzer: Ich wünsche Ihnen mehr Erfolg bei Ihrem privaten Engagement an der Börse. Übrigens: Auch Apple könnte theoretisch ein Dividendenaristokrat werden. Das wird man erst in 24 Jahren wissen; der Kurs wird 100%-ig noch einmal deutlich höher als heute sein.

    Das als kleiner Tipp zum Abschied. Schade, jetzt kann ich nichts mehr bei Ihnen lernen...

  • @Kerstin Leitel: Dieser Artikel kann doch nicht Ihr Ernst sein?

  • @Frank Wiebe: Was heißt "habe ich mich für Samsung entschieden." Noch sind beide Werte im Depot?

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