Drei Strategien, drei Depots: Raus aus den Aktien, rein in das Bargeld

Drei Strategien, drei Depots
Raus aus den Aktien, rein in das Bargeld

Die große Bewegung am Aktienmarkt ist vorerst vorbei. Die Experten empfehlen daher den Anteil des Bargeldes hochzufahren. Doch die Entwicklung in Südeuropa könnte laut Frank Wiebe schon bald neue Chancen am Markt bieten.
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Goldman Sachs sagt es jetzt auch: Aktien sind im Moment ausgereizt. Und weil für Anleihen dasselbe gilt, empfiehlt die legendäre Investmentbank, den Anteil des Bargeldes hochzufahren. Auf der anderen Seite bleibt sie aber in Hab-Acht-Stellung mit Blick auf die Aktienbörse: Sollte es dort zu einem deutlicheren Kurseinbruch kommen, wäre das wiederum eine Kaufgelegenheit.

Das bestätigt das Bild: Die große Bewegung, ob nun aus Aktien oder aus Barbeständen, in den Aktienmarkt hinein, ist vorerst gelaufen. Sie hat dafür gesorgt, dass die Kurse mehr Optimismus signalisierten, als die meisten Analysten und Investoren tatsächlich verspürt und kommuniziert haben. Jetzt haben wir wieder die Balance: Das klingt nach einer Seitwärtsbewegung, jedenfalls für eine Weile.

Ausschlaggebend für die nächste Zeit dürfte vor allem die Entwicklung in Italien sein. Ich habe mal in einem Kommentar geschrieben, dass ein Wahlsieg Berlusconis ein Grund wäre, die Währungsunion wieder aufzulösen. Das klingt vielleicht hart, aber ich glaube tatsächlich, dass der Euro nur zu retten ist, wenn alle Beteiligten das ernsthaft wollen, und bei Berlusconi hat man diesen Eindruck nicht.

Man darf sich aber auch in einem Punkt nicht täuschen: Die deutsche Regierung hat wahrscheinlich ihre Euro- und Europapolitik etwas zu sehr mit dem Blick auf die eigenen Wähler betrieben und zu wenig Verständnis für die Länder im Süden gezeigt. Wenn dort politische Kräfte stark werden, die den Euro gefährden, trägt Berlin wahrscheinlich einen Teil der Schuld.

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  • ..
    EON:SE
    ..
    wie vorhergesagt..
    nach dem test des zehnjahrestiefs bei € 12,50
    ist nun die möglichkeit für umkehrformation ge-
    geben..
    ..
    hoch tief € 19,50 - € 12,50
    ..

  • "Die deutsche Regierung hat wahrscheinlich ihre Euro- und Europapolitik etwas zu sehr mit dem Blick auf die eigenen Wähler betrieben und zu wenig Verständnis für die Länder im Süden gezeigt. Wenn dort politische Kräfte stark werden, die den Euro gefährden, trägt Berlin wahrscheinlich einen Teil der Schuld." - WIE BITTE!!? Die Ausbeutung des deutschen Steuerzahlers zugunsten südeuropäischen Lotterlebens geht dem Autor wohl noch nicht weit genug!!? Wenn das deutsche Politikerpersonal doch nur'mal einen Blick auf den deutschen Wähler riskiert hätte - dann hätten sie die Spendierhosen (auf dessen Kosten) aber bitteschön gaaaaanz schnell ausgezogen .. so dass die Südeuropäer sich daraus nicht mehr nach Herz und Güte bedienen könnten - denn deren Regierungen betreiben ihre "Euro- und Europapolitik" ausschliesslich mit Blick auf die heimische Wählerklientel: sie holen nämlich Abersummen'raus - wo wir nur immer draufzahlen! Ein Egomane, wer dafür immer noch nicht genug "Verständnis" aufbringt!

  • wer Goldmann Sachs-Empfehlungen als Expertenmeinung verkauft, sollte an Griechenlandanleihen und vor allem an die Rettungsaktionen wegen gerade dieser Experten denken.

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