Drei Strategien, drei Depots
Schwächephasen ausnutzen

Trotz der Verluste an den weltweiten Börsen rechnet Autor Georgios Kokologiannis weiterhin mit steigenden Kursen. Deshalb nutzt er die Marktschwäche für eine Investition – und kauft ein Bonuszertifikat auf den Dax.
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Gründe gibt es derzeit mehr als genug dafür, dass sich Investoren am Aktienmarkt zurückhalten  und eher Gewinne realisieren statt zu kaufen: Zum Beispiel die Enttäuschung darüber, dass die japanische Zentralbank am Dienstag keine neuen Maßnahmen über die ohnehin sehr lockere Geldpolitik hinaus verkündet hat. Oder aber die anhaltenden Unruhen in der Türkei, die zunehmend auf die Stimmung drücken. Vor allem aber die Unsicherheit darüber, wie das Bundesverfassungsgericht zum Euro-Rettungsschirm steht.

Da ich auf lange Sicht aber weiterhin eher von steigenden – wenn auch stark schwankenden – Kursen ausgehe, nutze ich die Marktschwäche für eine Investition: Einen kleinen Teil des reichlich vorhandenen Bargelds tausche ich gegen ein sogenanntes „Bonuszertifikat“ auf den Dax ein (WKN: BP6UN0). Sollte der Leitindex im Laufe des Jahres wieder in den Hausse-Modus wechseln, profitiert das Papier unbegrenzt davon.

Vorteil gegenüber einer Direktinvestition – beispielsweise mit Hilfe eines Indexfonds (ETF): Falls das deutsche Börsenbarometer anders als erhofft, den Rückwärtsgang einlegt, muss sich das nicht zwangsläufig auch im Depot niederschlagen. Denn solange der Dax nie bis auf die Schwelle von 7100 Punkten rutscht, werde ich zum Laufzeitende praktisch so gestellt, als habe der Aktienmarkt nur stagniert.

Verloren geht diese Schutzfunktion allerdings, falls der Dax bis Ende Dezember doch noch bis auf die entscheidende Schwelle einbricht. Dann fallen sogar etwa zwei Prozent mehr Verlust an als beim einfachen Indexfonds. Das ist der Preis für den Airbag gegen (kleinere) Börsenunfälle.

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: Schwächephasen ausnutzen"

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  • Fr. Leitel: Das hört sich aber nach ganz heftigen Ermüdungserscheinungen bei Ihnen an. Frauen und Börse eben...

  • Solche Zertifikate simd nichts für den Kleinanleger.Ich kann mich erinnern,im Sommer 07 warb die britische Barcleybank per Werbebeilagen in allen großen überregionalen Zeitungen mit ähnlichen Zertifikaten.Damals durfte der DAX auf 5 Jahressicht nie mehr als 50% vom Einstandskurs verlieren-sonst verfällt das Zertifikat wertlos,Mindesanlagesumme waren damals 10 000 Euro.Bei stagnierendem DAX oder leicht nachgebenden DAX wurden dem Anleger sogar 8% Rendite in Aussicht gestellt.Der DAX stand damals bei 8000.

    Schom anderthalb Jahre später war das Zertifikat verfallen,da der DAX locker die 4000 Grenze unterschritt.

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