Drei Strategien, drei Depots
Spekulativ, spekulativer, Commerzbank

Wer eine spekulative Strategie verfolgt, darf auch etwas riskieren. Und wer konservativ handelt, darf sich auch schon mal komplett von den Märkten fernhalten. So machen es unsere Autoren – der Dritte setzt auf Asien.
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Ein Minus von mehr als zwölf Prozent allein in der vergangenen Woche, fast 15 Prozent auf Sicht von sechs Monaten – die Aktie der Commerzbank ist zuletzt kräftig unter die Räder gekommen. Enttäuschende Quartalszahlen, recht teure Umbaupläne und eine Dividende wird es für 2012 und 2013 wohl auch nicht geben – das schmeckte Anlegern gar nicht. Auch bei Analysten kam das nicht gut an, sie senkten den Daumen oder doch zumindest die Kursziele. Zu Recht, denke ich.

Allerdings halte ich den Kursrückgang für etwas übertrieben und setze auf eine zumindest kleine Erholung. Deshalb kaufe ich für gut 2700 Euro Aktien von Deutschland zweitgrößter Bank. Bevor es gleich im Forum wieder zu hitzigen Diskussionen kommt: Mir ist natürlich klar, dass das eine extrem riskante Position ist. Und genau deshalb gehe ich sie ein. Mein Musterdepot ist das Spekulative, also gehört auch ein bisschen was Riskantes rein. Und das ist die Commerzbank-Aktie in meinen Augen.

Natürlich werde ich den Kurs sehr genau beobachten. Denn ich bin keinesfalls davon überzeugt, dass das Papier zeitnah eine beeindruckende Rally hinlegt. Dazu sind die Probleme der Bank einfach zu groß. Legt die Commerzbank-Aktie also den Rückwärtsgang ein, werde ich aussteigen. Mehr als zehn, allerhöchstens 15 Prozent meines Einsatzes pro Position will ich nämlich grundsätzlich nicht verbrennen.

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Auf wackeligen Füßen

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: Spekulativ, spekulativer, Commerzbank"

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  • Auf wackeligen Füßen sinn wohl (demografisch)andere Charts sinnvoll

  • Weil die zweitgrößte Bank Deutschlands sich früher oder wahrscheinlich später erholen wird und auch nicht von der Politik fallen gelassen werden wird. Deshalb sind auf lange Sicht hohe Gewinne möglich.

  • Die CoBa-Aktie ist grundsätzlich nicht verkehrt. Um damit Gewinn zu machen, ist es aber schon besser, bei niedrigen Kursen zu kaufen und bei höheren Kursen zu verkaufen. Wer es umgekehrt macht, handelt nicht spekulativ sondern töricht.

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