Drei Strategien, drei Depots: USA und Italien sorgen für eine Zitterpartie

Drei Strategien, drei Depots
USA und Italien sorgen für eine Zitterpartie

Die Investoren schauen mal wieder verstärkt auf die Politik. Neben der Wahl in Italien rückt auch die „Fiskalklippe“ der USA in den Vordergrund. Bei den Einzelwerten überraschte Frank Wiebe die HP-Aktie.
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Endlich mal wieder grüne Vorzeichen. Zum Wochenausklang hat mein Depot ein wenig Boden gut gemacht. Nur zwei Positionen notierten im Minus. Eine war mal wieder die Commerzbank, die sich langsam aber sicher zum neuen Sorgenkind in meinem spekulativen Musterdepot entwickelt. Noch nicht mal mehr fünf Prozent notiert die Position im Plus.

Am Montag dürften Börsianer wohl nach Italien schauen. Die Italiener wählen und die Märkte fürchten ein Comeback Berlusconis. Experten sehen schwarz, egal ob der Cavaliere gewinnt oder nicht. Zweifel, ob das Land unter einer neuen Regierung seinen Sparkurs fortsetzt, könnten dem Dax ganz schön zusetzen. Die heftigsten Kursausschläge sind aber wohl zu erwarten, sollte Ex-Regierungschef und Medien-Mogul Silvio Berlusconi die Wahlen für sich entscheiden.

Auch aus den USA droht Ungemach. Der US-Haushaltsstreit dürfte für einigen Gesprächsstoff sorgen. Zum 1. März treten automatische Ausgabenkürzungen in Kraft, sollten sich Republikaner und Demokraten nicht doch noch auf einen Kompromiss einigen. Und das würde wiederum das US-Wirtschaftswachstum massiv belasten. Ein Zitterspiel, dass an die Wochen vor dem Jahreswechsel erinnert. Damals drohte die US-Wirtschaft über das „fiscal cliff“ – zu Deutsch: Fiskalklippe – zu stürzen.

Positive Impulse kommen hoffentlich von Unternehmensseite. Gleich mehrere Dax-Konzerne und einige aus der zweiten und dritten Reihe legen ihre Zahlen vor. Ob die allerdings die politischen Verwirrungen überstrahlen, wird sich zeigen.

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: USA und Italien sorgen für eine Zitterpartie"

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  • Ein stinknormaler ETF auf den MSCI World hat im selben Zeitraum knappe 7% Performance erzielt (und das ist der "Teuerste" mit 0,5% Kosten p.a.). Wer so clever war und über einen Sparplan oder regelmäßiges Nachkaufen an den schwachen Börsentagen seine Position ausgebaut hat, hat sogar zweistellig verdient. Und das vollkommen stressfrei.

    Das ständige Beobachten des Auf und Ab, das Rausfiltern des vermeintlichen Geheimtipps ist vollkommen sinnfrei für den normalen, mittel- bis langfristig orientierten Anleger. Selbst die wenigsten "Profis" schlagen den Markt über ein Jahr oder längere Zeiträume.

    Nutzen Sie bitte Ihre kostbare und knappe Zeit sinnvoller und nutzenbringender für Ihre Leser.

    Eine schöne Woche!

  • Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich in meinen Kommentaren wiederhole, aber diese Depotrubrik suggeriert meiner Meinung nach eine vollkommen falsche Botschaft.

    Ein stinknormaler ETF auf den MSCI World hat in dem Zeitraum seit Start dieser Depots jedes Einzelne geschlagen. Das ganz ohne Stress und ohne das ständige Auf und Ab von einzelnen Aktien im Blick zu haben.

    Selbst der "Teuerste" mit 0,5% Gebühr p.a. hat seit November 2012 knappe 7% erwirtschaftet. Vielleicht ist das auch das Fazit, das Sie am Ende ziehen wollen. Nur die wenigsten Anleger inkl. der vermeintlichen "Profis" schneiden besser ab als der "Markt".

    Nutzen Sie Ihre kostbare, knappe Zeit bitte sinnvoller und nutzenbringender für Ihre Leser.

    Eine schöne Woche.

  • Huh!
    Unteres Ende der Tabelle geguckt: -20% bis jetzt.
    Guru oder nur Spieler?

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