Drei Strategien, drei Depots
Verliert Amazon den letzten Verbündeten?

Amazon wächst und wächst – und vertröstet seine Aktionäre auf die Zukunft. Doch diese werden langsam ungeduldig. Amazon hat viele Feinde und darf seinen letzten Verbündeten, den Aktionär, nicht verlieren.
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Bricht der Pakt zwischen Jeff Bezos und seinen Aktionären? Die Sorge ist nicht unberechtigt, wenn man sich den Absturz der Amazon-Aktie am Freitag anschaut. Amazon ist ein Unternehmen, das gemessen am Gewinn notorisch viel zu hoch bewertet ist. Konzerngründer Jeff Bezos begründet den schwachen Ertrag damit, dass er viel Geld in Wachstum investiere. Und der Konzern wächst ja auch – 22 Prozent im abgelaufenen Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Gleichzeitig ging aber der Gewinn zurück. Und noch mehr: Amazon deutet fürs laufende Quartal einen noch schwächeren Ertrag an. Klar doch, liegt alles an dem enormen Wachstum, vor allem im elektronischen Geschäft. Aber irgendwann wollen die Investoren auch richtiges Geld sehen und nicht nur Umsätze.

Amazon ist eines der wenigen Unternehmen, das wirklich die Welt verändert hat, nicht nur den Buchhandel, die Branche, in dem es gestartet ist. Es hat sich damit auch Feinde zugezogen - bei der Konkurrenz, Politikern und Gewerkschaftern. Wenn die Investoren Bezos auch noch die Freundschaft aufkündigten, wäre es allmählich brenzlig.

Aber noch ist der Einbruch vom Freitag kein Signal für einen Bruch. Noch. Denn Aktien mit extrem hohem Kurs-Gewinn-Verhältnis reagieren nun einmal etwas nervös. Die Frage bleibt trotzdem, wie lange die Aktionäre die Geduld behalten.

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