Drei Strategien, drei Depots: Viele Insider verkaufen viele Aktien

Drei Strategien, drei Depots
Viele Insider verkaufen viele Aktien

Die Probleme in Europa sorgen für sinkende Kurse. Doch ist die Euro-Krise der einzige Grund für die Verkaufswelle? Handelsblatt-Redakteur Frank Wiebe glaubt, dass die Neupositionierung von Insidern die Kurse beeinflusst.

Manchmal treiben Nachrichten die Börse, aber manchmal bewegt sich die Börse auch einfach in eine Richtung und man sucht nachträglich eine Erklärung dafür. Ich glaube Aktien sind ein paar Wochen, vielleicht auch Monate lang, zu gut gelaufen. Deswegen ist es normal, dass die Kurse im Moment nachgeben.

Als Gründe werden vor allem neue Sorgen um die Euro-Zone genannt. Aber was ist an diesen Sorgen wirklich neu? Dass Italien und Spanien Probleme haben, wussten wir die ganze Zeit. Klar, das Wiedererstarken der Berlusconi-Partei ist alles andere als lustig, wenn Europa irgendjemanden nicht gebrauchen kann, dann ihn.

Aber aus den USA kommen Signale, die damit nichts zu tun haben: Offenbar verkaufen hier Insider, als Manager und Eigentümer, relativ viele Aktien. Das ist oft der Vorlauf zu einem Einbruch der Kurse. Und der Grund ist wahrscheinlich, dass die Papiere einfach zu teuer geworden sind. Ich glaube, wir bewegen uns allmählich auf das Ende eines Börsenbooms zu.

Damit muss noch keine Trendwende in Sicht sein, aber wenn die Kurse ausgereizt sind, wird der Weg eben holpriger. In der letzten Zeit hatte die Börse sich schneller bewegt als die reale Wirtschaft. Sie ist vorausgelaufen - ein klassisches Muster - und kommt daher vielleicht auch eher an ihre Grenzen.

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