Drei Strategien, drei Depots: Wenn die Notenbank aufhört, Geld zu drucken

Drei Strategien, drei Depots
Wenn die Notenbank aufhört, Geld zu drucken

Der Markt für Staatsanleihen in den USA wird im zweiten Halbjahr einen Ausstieg der Notenbank aus der Staatsfinanzierung vorwegnehmen. Davon hängt maßgeblich ab, wie es an den Aktienmärkten weitergeht.

Wie werden die Aktien bis zum Ende des Jahres laufen? Die Frage hängt eng damit zusammen, wie die Anleihen sich entwickeln. Und da glauben die Analysten der Deutschen Bank, dass der Markt für Staatsanleihen in den USA im zweiten Halbjahr einen Ausstieg der Notenbank aus der Staatsfinanzierung vorwegnehmen wird.

Das heißt: Die Kurse sinken, die Renditen steigen auf ein Niveau irgendwo über zwei Prozent. Das könnte die Aktienbörse ziemlich in Bewegung setzen. Nur wie? Einerseits dürften manche Anleger aus Furcht vor Kursverlusten bei Anleihen umschichten in Aktien. Auf der anderen Seite sind steigende Zinsen meist Gift für die Börse. Vielleicht läuft es so: Es gibt kurz vor dem Zinsanstieg noch einen – aber dann den letzten – Schub für Aktien.

Wann die Notenbank dann tatsächlich aufhört, Staatsanleihen zu kaufen, ist die zweite Frage. Nach Schätzung der Deutschen Bank müsste die Rendite auf ein Niveau von rund drei Prozent steigen, damit der Markt wieder funktioniert, also private Investoren genügend Schuldtitel kaufen. Nach ihrer Ansicht wäre so eine Rendite im historischen Vergleich auch nicht allzu hoch und daher alles andere als eine Katastrophe.

Dahinter steht die Philosophie: Ein steigender Zins ist in Ordnung, wenn dafür die "richtigen" Gründe ausschlaggebend sind. Und "richtig" wäre eben: Die Konjunktur belebt sich, der Staatshaushalt stabilisiert sich, die Notenbank hört auf Geld zu drucken - anders gesagt, die Welt ist wieder in Ordnung.

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