DSW: Dividende wäre ohne weiteres möglich
T-Aktionäre wollen Dividende erzwingen

Enttäuschte Kleinaktionäre der Deutschen Telekom wollen auf der Hauptversammlung in zwei Wochen durch eine Reihe von Gegenanträgen die Zahlung einer Dividende erzwingen. Sie sind gegen die Absicht des Managements, den Bilanzgewinn der AG von rund zwei Milliarden Euro in die Gewinnrücklagen einzustellen und nicht wenigstens teilweise auszuschütten.

HB DÜSSELDORF. Auch professionelle Aktionärsschützer zeigen Unverständnis für dieses Vorhaben und verweisen auf andere Konzerne, die selbst bei schlechter Geschäftslage noch Dividenden zahlten. Die Telekom hatte dies zuletzt für 2001 getan und plant eine Ausschüttung erst wieder für das laufende Jahr.

Insgesamt liegen bislang 15 Gegenanträge zur Hauptversammlung des Konzerns am 18. Mai in Köln vor. Davon befassen sich neun Eingaben direkt oder indirekt mit dem angekündigten neuerlichen Dividendenausfall. Zum Teil stellen die Aktionäre auch Verbindungen her zu der geplanten Neuregelung der Aufsichtsratsbezüge, für die feste und erfolgsorientierte variable Komponenten vorgesehen sind. So wird etwa gefordert, die variablen Beträge nur zu zahlen, wenn auch Dividenden fließen. Ein Antragsteller schlägt vor, als Maßstab für die Vergütung die Dividende anstelle des Gewinns zu nehmen. Ein weiterer Aktionär meint sogar, das vorgeschlagene Fixum genüge absolut.

Die geplante Regelung der Telekom zur Entlohnung ihrer Kontrolleure ist relativ komplex. Als feste jährliche Vergütung sind 20 000 nach bisher 25 000 Euro vorgesehen. Bei den kurz- und langfristig orientierten ertragsabhängigen Bestandteilen muss der Jahresüberschuss absolut und prozentual übertroffen werden. So soll jeder Kontrolleur 300 Euro je 0,01 Euro erhalten, um die der Gewinn je Aktie den Betrag von 0,50 Euro übersteigt. Weitere 300 Euro sollen fließen, wenn der Gewinn je Aktie im zweiten Geschäftsjahr nach dem Referenzjahr um 4% über dem Wert aus der direkt auf das Referenzjahr folgenden Periode liegt.

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