Einige Experten erwarten 30 Prozent Zuwachs
Russlands Börse strebt für 2007 klares Plus an

Nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung wäre 2007 für den russischen Aktienmarkt mal wieder ein Fiaskojahr dran. In den vergangenen zehn Jahren landete der Moskauer Leitindex RTS wie ein Jo-Jo im weltweiten Vergleich abwechselnd unter den Top fünf oder wie 1998 und 2004 auf dem letzten Platz.

HB MOSKAU. Russische Analysten zeigen sich allerdings zuversichtlich, dass nach dem Boom der letzten beiden Jahre nicht gleich wieder der Absturz folgt. Voraussetzung: Der Ölpreis hält sich auf hohem Niveau, und die innenpolitische Lage bleibt vor der Präsidentenwahl Anfang 2008 stabil.

In den vergangenen sieben Jahren stieg das Volumen im Moskauer Börsenhandel von 7,7 Millionen Euro täglich (1999) auf zuletzt drei Milliarden Euro. „Ich bin mir sicher, dass das Börsenjahr 2007 in Russland genauso faszinierend wie die Jahre zuvor wird“, sagt der Experte Roland Nash. Der Chefanalyst von Renaissance Capital sieht den RTS-Index zum Jahresende mit einem Plus von 30 Prozent bei 2 500 Punkten. Besonders aussichtsreich seien die Branchen Finanzen, Konsum sowie Immobilien. Vor allem im Stahlsektor sowie bei der Energieversorgung sei mit Milliardeninvestitionen zu rechnen.

Bei den Börsen-Schwergewichten aus der Energiebranche, die insgesamt 75 Prozent des Börsenvolumens ausmachen, sieht Nash fürs Erste das Ende der Fahnenstange erreicht. Bei Gazprom und Rosneft sei zu erwarten, dass die vom Kreml kontrollierten Konzerne durch Zukäufe expandieren.

Das Wirtschaftswachstum dürfte nach offiziellen Schätzungen im kommenden Jahr erneut sechs Prozent betragen, bei einer Inflation von knapp zehn Prozent. Ein deutlich ansteigender Kapitalstrom aus dem Ausland wird nach Expertenmeinung den russischen Aktienmarkt zusätzlich stützen.

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