Einige Fonds machen sogar noch Gewinn
Falk-Anleger zittern um ihr Vermögen

Nach dem Insolvenz-Antrag des größten deutschen Anbieters für geschlossene Immobilienfonds, Falk Capital, bleibt die Lage für Anleger unübersichtlich. Die von Falk aufgelegten Fonds werden weiter verwaltet und sind nicht von dem Antrag betroffen.

hus/DÜSSELDORF. Lediglich für die drei Gesellschaften der Falk-Gruppe Falk Capital, Falk Development und die Falk Financial Marketing hat der haftende Gesellschafter Helmut Falk Insolvenz angemeldet. Die mit der Bewirtschaftung der Objekte betreute Falk Asset Management ist nicht von dem Antrag betroffen.

Die Falk Gruppe ist in Schieflage geraten, nachdem die von ihr verwalteteten Objekte im Umfeld eines schwachen Immobilienmarkts nicht mehr die erhofften Mieteinnahmen erbracht hatten. Die Gruppe hatte den Anlegern aber Einnahmegarantien gegeben, die sie nun nicht mehr einhalten kann. Hinzu kam eine Änderung der Steuergesetze, die Immobilienanlagen in geschlossene Fonds deutlich weniger attraktiv macht. Damit flossen kaum noch frische Mittel zu. Der letzte von Falk geplante Fonds 80 konnte gar nicht mehr aufgelegt werden.

In einem Großteil der Fonds übersteigen die Zins- und Tilgungsforderungen der Banken die Mieteinnahmen des Objekts. Bei einigen Fonds sind die garantierten Mieteinnahmen schon seit 2003 nicht mehr ausgezahlt worden. In einigen Fällen wurden Anleger aufgefordert, noch einmal frisches Geld nachzuschießen, um Zwangsversteigerungen zu vermeiden.

Experten empfehlen Investoren, genau zu prüfen, in welchen Fonds sie investiert haben, und wie dort die wirtschaftliche Lage ist. „Bei vielen Objekten wäre jedes frische Kapital verloren“, sagt Stefan Loipfinger vom Informationsdienst Fondstelegramm. Andere Fonds machen sogar noch Gewinn. Das Emissionsvolumen sämtlicher Falk-Fonds beträgt 3,2 Mrd. Euro. Die Bankschulden wurden mit 1,6 Mrd. Euro beziffert. Am 12. April beraten die Finanzinstitute ihr weiteres Vorgehen.

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