Emerging Markets
Experten empfehlen Asien

Die Emerging Markets stehen in der Gunst der Analysten ganz oben. Große Hoffnungen setzen die Experten in die aufstrebenden Volkwirtschaften Asiens. Doch auch in anderen Regionen, vor allem in Brasilien, sehen sie noch Potenzial.

FRANKFURT/DÜSSELDORF. Damit hat sich das Bild für die so genannten Schwellenbörsen erneut gedreht. Denn noch Mitte des Jahres schien die Erfolgsstory der Emerging Markets ein abruptes Ende zu finden. Sogar von einer „Flucht der Investoren in weniger risikobehaftete Anlagen“ war die Rede. Doch weit gefehlt: Die Finanzmärkte der Schwellenregionen haben sich ebenso schnell wieder erholt, wie sie zuvor verloren hatten. Inzwischen haben sie ihr altes Niveau wieder erreicht, wie der MSCI-Emerging-Markets-Index zeigt. Einige Analysten rechnen sogar damit, dass die Emerging Markets im kommenden Jahr besser abschneiden werden als die etablierten Märkte.

„Die Entwicklungsländer sind die unsichtbaren Stars der Kapitalmärkte. Sie werden die Weltwirtschaft in den nächsten zwei Jahren tragen, allen voran die asiatischen Länder“, glaubt Frank Hübner, Volkswirt bei Sal. Oppenheim. „2007 wird es eine viel stärkere Teilung des weltweiten Wachstums geben. Während die Konjunktur in den Industrieländern deutlich langsamer wachsen dürfte, sprechen die Zeichen in den Schwellenländern weiter für hohes Wachstum“, sagt auch Holger Fahrinkrug, Leiter des Researchs der WestLB.

Michael Heise, Chefvolkswirt der Dresdner Bank, erwartet für die Emerging Markets einen leichten Rückgang der Wachstumsraten auf 5,6 (2006: 6,2) Prozent. Das höchste Wachstum sei nach wie vor in Asien mit sieben Prozent zu erwarten, Osteuropa werde um 4,9 Prozent und Lateinamerika um vier Prozent zulegen. „Das Wachstum der Emerging Markets verleiht der Weltwirtschaft Schwung“, sagt Heise. Mittel- bis längerfristig sehen die Dresdner-Bank-Experten die besten Chancen in Japan und Asien.

Solch positive Wachstumsprognosen für die aufstrebenden Märkte stimmen die Experten optimistisch. Das Bild wird zudem selbst durch eine konjunkturelle Abschwächung in den USA und anderen Industrieländern nicht nachhaltig getrübt. Es zeichne sich zwar eine Verlangsamung der globalen Konjunktur ab, doch „die Risikofreudigkeit der Anleger wird dadurch nicht völlig reduziert“, sagt Oliver Stönner-Venkatarama, Investmentstratege von Cominvest. In unsicheren Zeiten neigen Anleger in der Regel dazu, zuerst ihr Geld aus riskanteren Anlagen abzuziehen, dazu gehören auch die Emerging Markets.

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