Emerging Markets
Schwellenländer ziehen noch mehr Geld an

Geldanlagen in Schwellenländern sind bei deutschen Investoren gefragt wie lange nicht mehr. Der Erfolg der so genannten Bric-Staaten – Brasilien, Russland, Indien und China – hat die aufstrebenden Volkswirtschaften (Emerging Markets) in Asien, Osteuropa, Lateinamerika und Afrika in den Fokus gerückt, zumal die Risikofreude der Investoren allmählich wieder steigt. Zusätzlicher Antrieb kommt von einer Vielzahl neuer Produkte.

FRANKFURT. Zusätzlichen Antrieb bekommt die neue Lust auf Emerging Markets durch die Banken und Fondsgesellschaften. In immer kürzeren Abständen bringen vor allem die Zertifikate-Emittenten Schwellenländer-Produkte auf den Markt. Mit Schlagwörtern wie „Next Eleven“, „Bric Eleven“ oder „Third Wave“ versuchen sie, den Erfolg der „Brics“ zu wiederholen.

Hauptverkaufsargument der Finanzdienstleister sind die trotz der hohen Wachstumsraten in den vergangenen Jahren weiterhin rosigen Aussichten: „Die fundamentale, konjunkturelle Entwicklung in den Schwellenländern sieht sehr gut aus. Die Gewinne der Unternehmen wachsen in vielen Regionen mit zweistelligen Raten“, sagt Håkan Hedström, Leitender Stratege bei Deka Investment. Vor allem in Asien, im Nahen Osten und in Osteuropa sieht er gute Chancen.

Ins Blickfeld der Investoren geraten dabei zunehmend kleinere Länder, deren Börsen bisher wenig Beachtung gefunden haben, allen voran die so genannten Next Eleven. Unter dieser Formel hat Goldman-Sachs-Chefvolkswirt Jim O’ Neill, der bereits das Bric-Konzept aus der Taufe gehoben hat, elf Staaten von Südkorea und Mexiko über Vietnam bis hin zu Bangladesch benannt, denen er in den kommenden Jahrzehnten große wirtschaftliche Fortschritte zutraut.

Für die Emittenten ist die Idee eine Steilvorlage. Inzwischen bieten DWS, Deutsche Bank und Goldman Sachs selbst Zertifikate auf die „nächsten Elf“ an. Dass das Konzept bei den Anlegern ankommt, zeigen die hohen Börsenumsätze der Produkte. Allerdings sind auch die Kurse deutlich angezogen: „Die Next Eleven bieten weiterhin Perspektiven. Allerdings sind einige der Märkte schon sehr gut gelaufen, und die Bewertungen sind hier alles andere als konservativ“, sagt Jörg Kukies, Zertifikateexperte bei Goldman Sachs.

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