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Emission von Siltronic zielt auf Großanleger

Die Aktien der ersten größeren Aktienemission in Deutschland seit dem Herbst 2002 sollen vor allem an ausländische Großinvestoren gehen. Der Zulieferer für die Chipindustrie Siltronic und die begleitenden Investmentbanken gehen nach Informationen des Handelsblatts davon aus, dass Privatanleger nach dem Einbruch an den Börsen wenig Interesse an der Emission zeigen.

mm/mwb/rob FRANKFURT/M. Die Platzierung wende sich vor allem an größere institutionelle Investoren, hieß es in Finanzkreisen. Davon gebe es in Deutschland jedoch nur eine daher geringe Zahl. Deshalb werde voraussichtlich über die Hälfte der Aktien im Ausland platziert.

Bereits Anfang März will Siltronic mit der Vorvermarktung der Anteile beginnen, hieß es in den Kreisen. Im so genannten Premarketing testen die mit der Platzierung beauftragten Investmentbanken die Marktchancen der Aktie bei Großinvestoren. Mitte März soll dann die zweiwöchige Zeichnungsfrist für die Tochter des Münchner Chemiekonzerns Wacker starten. Die Erstnotiz der Aktie wird den Planungen zufolge an den letzten Märztagen stattfinden. Am kommenden Donnerstag will das Unternehmen auf der Bilanzpressekonferenz Details zur Emission nennen.

Die Beteiligten sind sich der Verantwortung bewusst, der erste Börsengang am heimischen Markt seit langer Zeit zu sein. „Die Emission muss ein Erfolg werden“, hieß es in Finanzkreisen. Deshalb wolle man sich bei der Platzierung möglichst viel Flexibilität bewahren. Das exakte Datum der Erstnotiz steht daher zum jetzigen Zeitpunkt ebenso wenig fest wie das geplante Emissionsvolumen. Vorläufige Schätzungen beziffern den Unternehmenswert jedoch auf rund 1 Mrd. Euro. Ob der Eigner Wacker sich von der Mehrheit an dem Chip-Unternehmen trennt, hängt von der endgültigen Bewertung und dem Erfolg des Premarketing ab.

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