Energie-Papiere
Öl-Aktien bieten stetige Dividende

Vier Ölkonzerne gehören, berechnet nach ihrem Börsenwert, zu den zehn teuersten Unternehmen der Welt. Analysten raten bei fast allen Ölwerten zum Kauf der Aktien - auch, wenn das ein riskantes Unterfangen sein kann.
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FrankfurtDiese Art Nachricht schreckt Aktionäre von Ölwerten auf: Im Golf von Mexiko hatte sich kürzlich ein Ölfilm zwischen den Plattformen Ursa und Mars gebildet. Sofort sackten die Aktien der Unternehmen in den Keller, die dort Plattformen betreiben. Erst seit in dieser Woche klar wurde, dass der Ölfilm nicht von den Plattformen stammt, sondern vermutlich seine natürliche Ursache im Aufbrechen des Meeresbodens hat, gab es Entwarnung. Die Aktie von Royal Dutch Shell, die dort Plattformen betreibt, legte wieder zu. Klar ist, dass Investoren wegen des Untergangs der BP-Plattform Deep Water Horizon und den Problemen beim Total-Pendant Elgin sehr empfindlich reagieren, sagt Quirijn Mulder, Analyst bei der niederländischen Großbank ING.

Ölaktien wie Royal Dutch Shell, Total, BP oder Statoil leiden zwar jedes Mal, sobald Gerüchte einer drohenden Umweltkatastrophe aufkommen. Sie stehen jedoch oft positiv in dem Ruf, günstig bewertet zu sein und hohe Dividenden zu zahlen. Häufig steigen diese sogar jahrelang stetig an. Ein weiterer Vorteil der Konzerne ist ihre immense Größe. Viele Großinvestoren kommen daher kaum um diese Papiere herum. Unter den zehn teuersten Unternehmen der Welt nach Börsenwert gibt es mit Exxon Mobil, Petrochina, Royal Dutch Shell und Chevron vier Ölförderer. Keine andere Branche erfährt solche Anlegergunst.

Dass der Ölpreis zuletzt etwas gesunken ist, ist bei den Endverbrauchern an der Zapfsäule noch nicht angekommen. Das ist auch ein Grund dafür, dass Analysten bei nahezu allen Ölwerten zum Kauf raten. Erst recht, nachdem viele Titel wieder im Kurs zurückgekommen sind. Beispiel Total: Mehr als 42 Euro hat die Aktie bis Mitte März gekostet, ehe sie zuletzt auf rund 36 Euro abgerutscht ist. Für Analysten wie Aymeric de Villaret von Société Générale ist das ein Grund, Total jetzt zum Kauf zu empfehlen. In zwölf Monaten sieht er den Kurs bei 45,50 Euro.

Wer sein Geld nicht direkt in solche Energietanker stecken, aber dennoch von der gewichtigen Branche profitieren will, kann sich über Investmentfonds einen Sektormix zusammenstellen. Damit setzt der Anleger nicht nur auf einen Konzern, verteilt also das Anlagerisiko. Zudem überlässt er die Auswahl der Titel bei einem aktiv gemanagten Produkt dem Fondsmanager. Bei einem passiven Fonds bekommt der Investor indirekt Aktien entsprechend eines Börsenindex ins Depot – hier des weltweiten MSCI World Energy Index oder des europäischen Stoxx Europe 600 Oil & Gas.

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Auch bei gestreuten Energie-Aktien ist Vorsicht geboten

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