Engagements auch in Hedge-Fonds
Yale schlägt Harvard im Rendite-Rennen

Im Wettstreit der Stiftungen um Anlageerträge hat die Universität Yale den Konkurrenten Harvard das zweite Jahr in Folge geschlagen.

HB BOSTON. Mit 18 Mrd. Dollar Kapitalbestand erzielte Yale im Haushaltsjahr 2006 eine Rendite von 22,9 Prozent, während Harvard 16,7 Prozent erreichte. Die Stanford University mit dem drittgrößten Vermögen brachte es auf 19,4 Prozent. 2005 kam Yale mit 22,3 Prozent auf den ersten Platz unter den 25 besten Stiftungen von Bildungsinstitutionen in den USA.

Yale-Investmentchef David Swensen erzielte den Erfolg vor allem mit Hedge-Fonds und ausländischen Aktien. Die Anlageerträge sowie Zuwendungen von Spendern erhöhten das Volumen der Yale-Stiftung in den zwölf Monaten bis Ende Juni um 2,8 Mrd. Dollar, teilte die Universität mit. Beim Vermögen führt allerdings weiterhin Harvard mit 29,2 Mrd. Dollar.

Als einer der ersten Universitäts-Vermögensverwalter hatte Swensen die Kapitalanlagen über Aktien und Anleihen hinaus diversifiziert und stark auf Hedge-Fonds, Immobilien und Beteiligungskapital gesetzt. Per Juni 2005 waren rund 25 Prozent des Stiftungskapitals in Hedge-Fonds investiert, weitere 25 Prozent in Anlagen wie Immobilien, Holz und Energie sowie 17 Prozent in Beteiligungskapitalgesellschaften. Rund 28 Prozent des Kapitals steckten in Aktien, fünf Prozent in Anleihen.

Für die zehn Jahre bis Ende Juni 2006 kommt die Yale-Stiftung auf eine jährliche Rendite von 17,2 Prozent. Der US-weite Durchschnitt für die zehn Jahre bis Ende Juni 2005 liegt laut Angaben der National Association of College and University Business Officers in Washington bei 9,3 Prozent.

Swensen zufolge verschaffte das große Stiftungsvermögen der Universität Zugang zu den weltbesten Vermögensverwaltern. Allerdings ist er als Kritiker bekannt. Häufig griff er die Finanzbranche wegen ihrer hohen Gebühren an. Bei Hedge-Fonds bemängelt er außerdem die Qualität der kaum regulierten Investmentpools.

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