Erneuerbare Energie
Neuer Treibstoff fürs Depot

Erneuerbare Energien spielen bei der Energieversorgung auf dem Globus bislang noch keine große Rolle. In Deutschland machen erneuerbare Energien gerade einmal etwas mehr als fünf Prozent am Endenergieverbrauch aus.

HB FRANKFURT. Zur Stromerzeugung tragen alternative Energieträger derzeit allerdings bereits rund elf Prozent bei – mit deutlich steigender Tendenz. Auch für Anleger ergeben sich hieraus Chancen, wie die deutlichen Kursgewinne von Solaraktien in den vergangenen Monaten gezeigt haben. Weitere Impulse erwarten Analysten, wenn auch die USA – der größte Energieverbraucher der Welt – auf den Zug aufspringen wird. Bisher liegt der Anteil der Erneuerbaren hier deutlich niedriger als in anderen Staaten.

Nicht zuletzt wegen der absehbaren Verteuerung und Verknappung fossiler Energieträger wie Rohöl und Erdgas und Kohle soll und muss sich dies ändern. Weltweit scheinen sich die Politiker einig in der Erkenntnis zu sein, dass erneuerbaren Energien bei den strategischen Planungen der Energieversorgung eine wesentlich größere Rolle eingeräumt werden muss. Dieser Konsens wurde durch eine gemeinsame Erklärung von 78 Teilnehmerländern an der kürzlich in Peking abgehaltenen Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien bekräftigt: Mit aller Dringlichkeit solle der Gesamtanteil der erneuerbaren Energien an der globalen Energiebereitstellung substanziell erhöht werden, heißt es dort.

Die heute genutzten Quellen wie Öl, Gas und Kohle seien endlich, heißt es bei der Société Générale. „Schon allein aus diesem Grunde werden Sonnen-, Wind- und Bioenergie, Wasserkraft und Erdwärme immer wichtiger“, sagen die Fachleute der Bank. Weil gleichzeitig die Energienachfrage durch bevölkerungsreiche Länder wie China und Indien immer weiter zunehme, werde die Bedeutung der „Erneuerbaren“ besonders deutlich.

Experten weisen darauf hin, dass die fossilen Energieträger Rohöl, Erdgas und Kohle vor allem zwei wesentliche Nachteile aufweisen. Sie seien zum einen nicht unendlich verfügbar, zum anderen entstünden bei ihrer Verbrennung klimaschädliche Emissionen, was mit erheblichen Folgeschäden und Folgekosten für die Gesamtwirtschaft verbunden sei. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sei darum nicht nur sinnvoll, sondern auch gesamtwirtschaftlich ausgesprochen vorteilhaft. So wurde in Deutschland nach Angaben des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft durch die Nutzung der erneuerbaren Energien nach Angaben des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) bereits im Jahr 2004 die Freisetzung von rund 70 Millionen Tonnen des klimaschädlichen CO2 vermieden.

Eine auf mehr Umwelt- und Klimaschutz ausgerichtete Energiepolitik wird künftig stärker auf regenerative – also erneuerbare – Energien setzen müssen. Als solche gelten unter anderem Biomasse (Biogas, Klärgas, Deponiegas), Bioenergie wie Biodiesel und Ethanol, Geothermie (also Erdwärme), Meeresenergie, Solarenergie, Wasserkraft und Windenergie. Katalysator der absehbaren Veränderungen in der globalen Energiepolitik ist der starke Anstieg der Rohölpreise. So ist der Ölpreis an der New York Mercantile Exchange (Nymex) seit 1999 von etwa zwölf Dollar je Barrel in der Spitze bis auf 72 Dollar je Barrel in die Höhe geschossen. Diese exorbitante Verteuerung des weltweit wichtigsten Primärenergieträgers hat in den vergangenen Jahren auch zu einem starken Anstieg der Preise anderer fossiler Energieträger wie Erdgas und Kohle geführt.

Offensichtlich war eine solche krisenhafte Zuspitzung der Situation an den Energiemärkten notwendig, um der Wirtschaft einen Weckruf zu vermitteln. In den vergangenen Jahren hat die Wirtschaft in den Industrieländern erkannt, dass die Energiekrise nicht nur Risiken beinhaltet, sondern dass hier auch große Wachstumschancen liegen. So entwickelten innovative Denker im Bereich regenerativer Energien oder bei modernen Energietechnologien in den führenden Industrieländern eine Art Gründermentaliltät. Für ihren Wachstumsprozess bedienten sich die jungen Unternehmen aus der Solarbranche oder dem Bereich Bioenergie auch der internationalen Aktienbörsen als Finanzierungsquellen.

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