Ethische Geldanlagen
Anlegen wie ein Nobelpreisträger

Alle reden von Globalisierung und Armutsbekämpfung - die Politiker in Heiligendamm und die Christen in Köln. Anleger können mit ihrem Geld selbst etwas gegen die Armut in der Welt tun.

Afrika war das große Thema in Heiligendamm und steht auch auf dem Evangelischen Kirchentag in Köln im Mittelpunkt. Die Organisation Oikocredit, bei der jeder Privatmann ab 200 Euro Geld anlegen kann, hat ihre Investitionenen in Afrika in den vergangenen Jahren hochgefahren. Sie heute neue Länderbüros in Tansania, Uganda und Benin eröffnet.

Das Prinzip von Oikocredit ist sehr simpel. Die Organisation fördert durch Kredite und Beteiligungen die Entwicklung in Schwellenländern. Dabei arbeitet sie eng mit anderen Mikrofinanz-Organisationen zusammen - und mit dem Friedensnobelpreisträger Mohammed Junus. Er hat die Idee der Mikrokredite in Bangladesch entwickelt und von dort aus in alle Welt getragen. Natürlich ist er auch er auch Gast - ebenso wie Oikocredit - auf dem Kirchentag. Bei vielen Projekten arbeitet die Organisation auch mit Netzwerken des fairen Handels zusammen. Gefördert werden häufig Genossenschaften oder kleinere Unternehmen sowie lokale Mikrofinanzierer.

Oikocredit, eine niederländische Genossenschaft, ist seit Jahrzehnten aktiv und bietet seither eine stabile Geldanlage. Anleger bekommen pro Jahr zwei Prozent Dividende - und die ist nur ein einziges Mal in der Geschichte der Organisation ausgefallen. Zwei Prozent sind nicht viel, aber hier geht es ja auch primär um Förderung. Dabei sagt Junus immer: Spenden lähmen, Kredite regen zur Selbsthilfe an.

Einen Teil des Geldes investiert Oikocredit traditionell in Anleihen. Zum Teil handelt es sich zum Teil auch um Papiere aus Schwellenländern. Ein Zweck dieser Anlage ist zudem, einen Risiko- und Liquiditätsausgleich zu schaffen. In den letzten Jahren ist das Risiko der Anlagen aber, auch durch Zusammenarbeit mit anderen Mikrofinanzorganisationen, deutlich gesunken. Insgesamt hat Oikocredit zurzeit 270 Millionen Euro an Darlehen vergeben, davon 44 Prozent in Lateinamerika, 20 Prozent in Afrika, 18 Prozent in Asien, 16 Prozent in Osteuropa und zwei Prozent in anderen Ländern. Im laufenden Jahr will die Organisation 45 Millionen Euro neu invstieren und vor allem in Afrika und Indien wachsen.

Nähere Informationen gibt es unter: www.oikocredit.org/sa/westdt.

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