Euro-Krise
Das Rettungspaket für Griechenland gibt Hoffnung

Das Ende des Euros und der Austritt Griechenlands wurde noch bis vor kurzem von Experten vorhergesagt. Doch hat sich Griechenland eine Atempause verschafft – vorerst. Jetzt rücken Italien und Spanien in den Fokus.
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Brüssel, DüsseldorfMit dem Schuldenschnitt ist das Horrorszenario einer ungeordneten Staatspleite Griechenlands, das in den vergangenen zwei Jahren eine Schockwelle nach der anderen durch die Märkte geschickt hatte, nun vorerst abgewendet. Die Euro-Partner lassen das Land, dem spätestens mit der Fälligkeit einer großen Anleihe am 20. März das Geld ausgegangen wäre, nicht fallen.

Auch aus den anderen Euro-Krisenländern kommen Signale der Entspannung. So machen Irland und Portugal, die Hilfen des europäischen Rettungsfonds EFSF in Anspruch genommen haben, einige Fortschritte bei der Sanierung. Vor allem aber hat sich die Lage der beiden größten Problemfälle der Währungsunion – Italien und Spanien – zuletzt merklich entspannt, die Renditen der Staatsanleihen sind deutlich gesunken.

In Rom treibt der parteilose Ministerpräsident Mario Monti ambitionierte Reformen voran. Sein konservativer Madrider Kollege Mariano Rajoy präsentierte vor zehn Tagen ein umfassendes Reformprogramm für den Arbeitsmarkt, das Hauptproblem der spanischen Wirtschaftsmisere. Zuvor hatte der Premier bereits ein Konzept für die Restrukturierung des maroden Bankensektors vorgestellt. Die Reformen gingen in die richtige Richtung, lobten daraufhin die Analysten der Investmentbank Barclays Capital.

Allerdings müssen beide Regierungen weiter konsequent Fortschritte präsentieren, um den Vertrauensvorschuss der Investoren zu rechtfertigen. Wenn nicht, warnen Experten, könnte die Euro-Krise mit Wucht zurückkehren – und den Märkten die gute Laune wieder verderben.

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„Die Zukunft des Euros wird vor den Toren Roms entschieden“

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  • Ob Merkel und Co. die restlichen PIIGS-Staaten auch soweit runter kriegen wie Griechenland? Ftd:"Die schwere Rezession in Griechenland hinterlässt tiefe Spuren: Das Land könnte 2012 beim Bruttoinlandsprodukt in Kaufkraft gemessen von Staaten wie Peru und Vietnam übertroffen werden - und vielleicht sogar von Bangladesch."
    http://www.ftd.de/politik/europa/:ifo-berechnungen-dramatischer-wohlstandsverlust-in-griechenland/70007479.html

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