Experten loben vor allem die gestiegene Qualität: Der MDax soll mehr Beachtung finden

Experten loben vor allem die gestiegene Qualität
Der MDax soll mehr Beachtung finden

Kein Zweifel: Der MDax, der am Montag startet, wird kaum noch mit dem zu vergleichen sein, der sich heute Abend endgültig verabschiedet. Das liegt nicht nur an der Verkleinerung von 70 auf 50 Werte oder an der Zulassung ausländischer Aktien, es ist vor allem die qualitative Verbesserung, die den Anlegern zu Gute kommt.

scc FRANKFURT/M. Dazu kommt die höhere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. „Der MDax könnte dank der Reduzierung der Zahl der Werte verstärkte Beachtung finden“, heißt es beispielsweise von der Bankgesellschaft Berlin. In der alten Form galt der MDax bis dato stets als behäbig, oft sogar als uninteressant.

Wenig ändern wird sich indes für die Werte, die bisher schon im Mittelpunkt des Anlegerinteresses standen. Krones, Leoni, Vossloh oder Zapf Creation zählten im vergangenen Jahr schon zu den Stars der zweiten Reihe und dürften dies bei weiterhin dynamischer Geschäftsentwicklung auch bleiben. Ihre Bilanz bei Analysten ist eindrucksvoll: Alle zwölf, die beispielsweise den Automobilzulieferer Leoni covern, empfehlen die Aktie zum Kauf. Beim Bahnzulieferer Vossloh raten alle fünf Experten zum Kauf der Aktie. Bei Papieren des Puppenherstellers Zapf rät nur einer von acht Analysten nicht zum Kauf. Zum Getränkemaschinenbauer Krones haben von 13 Analysten nur zwei eine abweichende Meinung innerhalb einer Phalanx von Kaufempfehlungen.

Auffällig ist auch das hohe Maß an Zustimmung für die beiden einstigen Schwestern Aareal Bank und Depfa Plc. Beide gingen im vergangenen Jahr aus der ehemaligen Depfa Deutsche Pfandbriefbank hervor und stehen nun wesentlich besser da als vor der Spaltung. Kurios auch: Der Staatsfinanzierer Depfa Plc musste wegen seiner Standortverlagerung nach Irland im vergangenen Jahr auch seinen Platz im alten MDax räumen und kehrt nun im neuen Glanz zurück. Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank schaffte bereits im vergangenen Herbst die Rückkehr. Beide genießen nun höchstes Ansehen bei den Analysten, haben sie doch inzwischen alleine mehr Erfolg, als sie ihn als Tandem je hatten.

Überraschend ist trotz Krise am Bau auch das hohe Ansehen von Bilfinger Berger. Von den guten Zahlen, die die Mannheimer im vergangenen Jahr ablieferte, konnten die Aktionäre bereits ordentlich profitieren. Seit Jahresbeginn stieg die Aktie über 40 %. Für Bilfinger Berger spricht, dass der Konzern nicht nur seit vier Jahren stetig seinen Gewinn steigert und auch für das laufende Jahr über einen hohen Auftragsbestand verfügt. Bilfinger Berger verfügt zudem über eine außergewöhnlich hohe Liquiditätsausstattung sowie als Sahnehäubchen obendrauf über 30 % am Heizungsbauer Buderus, an dem Bosch interessiert ist.

Das Phänomen im MDax bleibt aber weiterhin die Puma-Aktie. Die hat sich im vergangenen Jahr zwar trotz Börsenbaisse schon mehr als verdoppelt. Trotzdem empfehlen sie 24 von insgesamt 26 Analysten weiterhin zum Kauf. Wer sich momentan auf der Straße umguckt, was nicht nur junge Leute am Fuß tragen, der weiß warum.

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