Externes Management in Japan
Computermodell beschert HSBC-Japan-Fonds Erfolg

Seit seiner Auflegung vor rund zehn Jahren bis zum Frühjahr 2004 war der HSBC Trinkaus Japan Inka eher Ladenhüter als Kassenschlager: Die Wertentwicklung überzeugte nicht, mit neun Mill. Euro war das Volumen entsprechend niedrig. Doch von seinem Nischendasein hat sich der Fonds verabschiedet.

HAMBURG. Seit der Vergabe des Beratungsmandats an die Erkrather Vermögensverwaltung Lingohr & Partner hat sich der Fonds aus seinem Nischendasein verabschiedet. Heute liegt das Volumen bei 255 Mill. Euro, und die Performance-Zahlen haben sich markant verbessert. Zwar legte der Anteilspreis in den vergangenen zwölf Monaten gerade einmal um 0,65 Prozent zu, doch mit diesem Ergebnis rutschte der HSBC Trinkaus Japan Inka als einziger Fonds seiner Vergleichsgruppe nicht ins Minus.

Wie bei allen von Unternehmensgründer Frank Lingohr und seinem Team beratenen Fonds wird das Portfolio mit Hilfe eines Computerprogramms namens Chicco zusammengestellt. Es enthält Daten von weltweit rund 22 000 Unternehmen, für den Japan-Fonds kommen dabei rund 630 Firmen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens einer Mrd. Dollar in Betracht. Im zweiten Schritt filtert das Programm alle unterbewerteten Firmen heraus, aus denen anhand diverser Kennzahlen eine Rangliste mit 100 Unternehmen erstellt wird. Die Hälfte davon kommt ins Portfolio.

Deutlich stärker variiert dagegen Akihide Kinugawa von der japanischen Vermögensverwaltung T&D Asset Management die Gewichtung der Aktien im Portfolio des Metzler Japanese Equity. Dieser von Metzler Invest aufgelegte Fonds liegt derzeit mit einem Minus von 1,37 Prozent auf Rang vier seiner Vergleichsgruppe. Anders als Lingohr & Partner vertraut Kinugawa bei der Titelauswahl auf sein Gespür.. Dabei lag er seit Auflegung des Fonds vor rund drei Jahren meist richtig, was die Ratingagentur Standard & Poor's jüngst mit der Bestnote AAA honorierte.

„Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr, der Fondsmanager betreut bereits seit 1999 sehr erfolgreich den hier zu Lande nicht zugelassenen und identisch gemanagten T&D Active Value Open Axia“, sagt Jan Richter von Fonds-Consult, einem auf Fonds-Research spezialisierten Finanzdienstleister. Als Pluspunkt sei auch das Vor-Ort-Management in Japan zu werten.

Obwohl diese beiden Aspekte auf das HSBC-Produkt nicht zuträfen, sei es ebenfalls eine gute Wahl. „Das Chicco-Modell hat sich langfristig bewährt, allerdings zeigte sich beispielsweise Ende 2005, dass es in Zeiten rasanten Wachstums durchaus einmal hinter dem Markt zurückbleibt“, kommentiert Richter.

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