"Exzellente Aussichten" in Asien
Emerging Markets hängen die Börsen der Industrieländer ab

Der Aktienkauf an den Schwellenbörsen war in den vergangenen drei Jahren lohnender als ein Alternativinvestment an den Handelsplätzen der Industrieländer. Treibende Kraft war das immense Wirtschaftswachstum. Können die Emerging Markets diese Outperformance fortsetzen?

Mit einem "klaren Ja" antwortet Thomas Gerhardt von der zur Deutsche Bank-Gruppe gehörenden Fondsgesellschaft DWS. Der Fondsmanager glaubt hier nicht an einen kurzfristigen Trend. Seinen Optimismus begründet er hauptsächlich damit, dass viele Firmen aus den Schwellenländern vor allem nach der Asienkrise 1997/98 ihre Hausaufgaben erledigt haben: Neben dem Umsatzwachstum konzentrierten sich die Firmen nun auch stärker auf Profitabilität und Gewinnwachstum.

Günstige Perspektiven an den Emerging Markets will auch John-Paul Smith, Leiter des Emerging- Market-Teams von Pictet Asset Management in London erkennen. Zuversichtlich stimmt ihn, dass die Schwellenländer-Aktien nach Kriterien wie dem Kurs-Buchwert- oder Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) immer noch mit erheblichen Abschlägen zu Papieren aus den Industrienationen notieren. So betrage das Durchschnitts-KGV der Emerging Markets auf Basis der geschätzten Gewinne für 2004 ungefähr 10,5, verglichen mit rund 17 in den entwickelten Ländern. Positive Einflüsse kämen darüber hinaus von vielversprechenden Reformen in zahlreichen Ländern, sagt Smith. Hinzu komme, dass vor allem in asiatischen und lateinamerikanischen Ländern heimische Investoren auf hohen Liquiditätsbeständen säßen, die den Weg an die Börse finden könnten. Nach Einschätzung Smiths dürfte ein Großteil der erwarteten deutlichen Kursanstiege an den Emerging Markets bereits innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre zu sehen sein.

Hoch in der Gunst der Investoren steht zurzeit die Region Asien. "Der Ausblick für die asiatischen Aktienmärkte ist exzellent" , sagt Emerging-Markets-Guru Mark Mobius, der bei der US-Fondsgesellschaft Franklin Templeton Investments die Analyse der Schwellenländer verantwortet. Eine Erholung der weltweiten Konjunktur wird nach Ansicht des von Singapur aus tätigen Mobius über steigende Exporte die asiatischen Volkswirtschaften beflügeln. Halte der Trend an, steige zusätzlich die Nachfrage in der Region selbst. Optimistisch stimmt Mobius zudem, dass die Wirtschaft in China und Indien als den beiden wichtigsten "Playern" doppelt so stark wachse wie in der westlichen Welt. Mobius: "China und Indien profitieren von ihren niedrigen Lohnkosten. Mehr und mehr westliche Konzerne verlagern Teile ihrer Produktion in diese Länder."

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