Fachleute rechnen 2004 mit neuem Rekordgewinn
Spanische Großbank Santander hat Potenzial

Das Wort Krise ist für Emilio Botín ein Fremdwort. Seit der 70-jährige Banker vor zwei Jahren die Alleinherrschaft über das Finanzimperium Santander Central Hispano (SCH) übernommen und seinen Co-Chef abgesetzt hat, präsentiert Botín einen Gewinnrekord nach dem anderen.

MADRID. Dementsprechend kletterte der Kurs der SCH-Aktie, abgesehen von vereinzelten Einbrüchen, in den vergangenen zwei Jahren langsam, aber stetig nach oben. In den vergangenen zwölf Monaten gewann der Titel 1,30 Euro auf rund neun Euro. In 2003 schaffte er gar einen Zuwachs von 44 Prozent. Kuriose Folge: Santander Central Hispano ist heute an der Börse mehr wert als die Deutsche Bank, obwohl sie dem deutschen Branchenprimus in puncto Umsatz nicht das Wasser reichen kann. SCH gehört weltweit zu den vierzehn bestbewertesten Finanzinstituten.

Zugute kommt Botín nach Ansicht des Brokers Renta 4 die Erholung der lateinamerikanischen Töchter. Hier ist vor allem der mexikanische Markt hervorzuheben, auf dem die Spanier inzwischen führend sind. Auf dem gesamten Kontinent will SCH bis 2007 die Kundenzahl verdoppeln.

In Europa hat sich Botíns starker Fokus auf Konsumentenkredite ausgezahlt, denn dieser Bereich trägt 53 Prozent zum Gewinn von SCH bei. Diese Sparte will der SCH-Chef weiter ausbauen, auch durch Zukäufe kleinerer europäischer Banken. Im Visier hatten die Spanier die britische Abbey National. Aber die Aktie ist inzwischen stark gestiegen. Viele Analysten halten den Deal damit für zu teuer und außerdem für zu kompliziert. Als das Gerücht des Abbey-Kaufs durch die SCH in der vergangenen Woche wieder aufkam, reagiert die Börse am Freitag prompt mit einem Kursverlust von über zwei Prozent.

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