Fallstricke
Chancen und Risiken am Kap

Wer an der Börse Johannesburg spekulieren will, dem werden zahlreiche Chancen geboten. Anleger sollte sich jedoch auch über die Risiken informieren.

Rohstoffbedarf: Der Börsenaufschwung am Kap fußt in entscheidendem Maße auf dem Rohstoffhunger der Chinesen. Dadurch ist viel kurzfristiges Kapital aus dem Ausland in die Titel der Minenfirmen geflossen, die von der hohen Nachfrage aus Fernost profitieren. Allerdings kann dieses Geld bei einem Abflauen der Nachfrage ebenso schnell wieder abfließen.

Zweifelhafte Attraktivität: Anlagen im Bergbau sind riskanter als in anderen Industriezweigen. Durch die Arbeit in entlegenen Regionen übt der Sektor Anziehungskraft auf windige Geschäftsleute aus, wovon spektakuläre Firmenpleiten wie bei Bre-X in Indonesien zeugen. Daneben muss die zyklische Natur des Geschäfts beachtet werden.

Währung: Sollte es zu einem stärkeren Abfluss kurzfristiger Anlagegelder (Hot money) kommen, wäre davon vor allem der südafrikanische Rand betroffen. Er hat in den letzten Jahren dank des Rohstoffbooms und der Kapitalzuflüsse stark zulegen können. Die meisten Analysten misstrauen dem Rand trotz seiner starken Aufwertung seit 2001.

Bewertung: Die Aktien der großen Goldförderer sind dem Aufschwung des Edelmetalls weit vorausgeeilt. Dies ist daran erkennbar, dass sie deutlich höher als die Titel von Minenfirmen in anderen Rohstoffsparten bewertet sind. Angesichts der hohen Bewertung gelten Kursrückschläge als wahrscheinlich. wd

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