Fallstricke
Chancen und Risiken

Die Dollarschwäche und der hohe Ölpreis lasten auf der exportorientierten Wirtschaft. Anleger brauchen einen langen Atem.

Nordkorea: Zehn Kilometer Luftlinie sind es von der Hauptstadt Seoul bis zur Grenze zum kommunistischen Nordkorea – Raketenreichweite. Das Risiko eines Konflikts ist nach wie vor einer der Gründe für einen Risikoabschlag von südkoreanischen Aktien. Zudem könnten im Fall einer Wiedervereinigung hohe Belastungen auf Südkorea zukommen. Die Regierung setzt derzeit auf eine schrittweise Annäherung.

Währung: Ein teurerer Won-Kurs zum Dollar sowie zu anderen asiatischen Währungen belastet die Gewinne der Exportunternehmen. Für Investoren, die direkt in Won anlegen, würde ein Anstieg der südkoreanischen Währung gegen den Euro zwar dem Wert ihrer südkoreanischen Anlagen gut tun. Doch da der Grund für den Won-Anstieg vor allem eine Dollarschwäche ist und der Won zum Euro weitaus weniger zulegt, ist die Wechselkursentwicklung derzeit für Anleger eher negativ einzuschätzen.

Weltwirtschaft: Südkoreas Wirtschaft hängt vom Export ab. Wichtigste Handelspartner sind China und die USA. Ein Abschwächen der Konjunktur dort hat sich immer deutlich in der heimischen Wirtschaft niedergeschlagen.

Ölpreis: Das ressourcenarme Südkorea leidet wegen seiner hohen Energieimporte besonders unter höheren Ölpreisen.

Management: Der jüngste Skandal um Veruntreuung und intransparente Geschäftsverschiebungen bei Hyundai Motors hat das Image Südkoreas angekratzt. Unternehmenskontrolle und Transparenz in der koreanischen Geschäftswelt bessern sich aber, lautet die einmütige Meinung. Doch am Ziel ist Südkorea nicht angelangt, wie unter anderem der hohe direkte Einfluss der Gründerfamilien, die nur noch wenige Prozent der Aktien halten, in den Großunternehmen zeigt. bas

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