Fallstricke: Investieren in der Ukraine

Fallstricke
Investieren in der Ukraine

Nach dem Wahlsieg des liberalen Oppositionsführers Viktor Juschtschenko in der Ukraine geben sich Investmentbanker die Klinken in die Hände. Doch der ukrainische Aktienmarkt birgt auch Risiken.

Politik: Während in Russland die Tendenz vorherrscht, wichtige Branchen wie Öl, Gas und Metalle stärker staatlich zu kontrollieren, setzt die nach der friedlichen Revolution an die Macht gekommene liberale Regierung in der Ukraine auf mehr Markt.

Privatisierung: Wie in Russland (Stichwort: Ölkonzern Yukos) rückt jetzt auch in der Ukraine der Angriff auf Firmen politisch unliebsamer Unternehmer in den Mittelpunkt. So will Präsident Viktor Juschtschenko die Privatisierung von 30 bis 40 Firmen überprüfen lassen, die sein Vorgänger Leonid Kutschma ihm nahe stehenden Unternehmern zugeschanzt hatte.

Perspektiven: In beiden Ländern wird die Wirtschaft stark von Großunternehmern mit guten Drähten in die Politik (Oligarchen) beherrscht. Entsprechend klein ist oft der unabhängigen Anlegern zugängliche Aktien-Anteil. Aber in beiden Ländern sichern sich die Oligarchen inzwischen stärker durch Börsengänge gegen politische Risiken ab. Der Fall Yukos zeigt allerdings, dass der Kreml wenig Rücksicht auf Minderheitsaktionäre nimmt.

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