Finanzdienstleistungen
Deutsche verlassen sich auf den Bankberater

Briten und den Amerikaner bevorzugen in Finanzfragen unabhängige Experten - die Deutschen nicht. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Psychonomics lassen sich die meisten Kunden hierzulande immer noch am liebsten von ihrer Hausbank beraten.

FRANKFURT. Für deutsche Bankkunden ist der persönliche Kontakt besonders wichtig und das Beratungsangebot der hiesigen Geldinstitute im internationalen Vergleich besonders reichlich. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens Psychonomics hervor, die das Kundenverhalten bei Finanzdienstleistern der USA, Großbritannien und Deutschland vergleicht.

Bei drei von vier Bankkunden kümmert sich hier zu Lande ein persönlicher Berater um eine gute Kundenbindung. Ein ausgesprochener Luxus, denn in England wird nur jeder zehnte Bankkunde von einem persönlichen Ansprechpartner umsorgt. Deutsche Kunden sehen ihre Bankfiliale als wichtigste Quelle um Informationen zu neuen Produkten, Investitionsmöglichkeiten und Serviceleistungen zu erhalten. In England und den USA tendiert der Bankkunde eher dazu, diese Informationen via Internet oder einen unabhängigen Berater einzuholen.

Gleichwohl bleiben die Deutschen ihrer Hausbank nicht unbedingt treu: "Die Deutschen sind zwar im Gegensatz zu Bankkunden in England und den USA besonders beratungsaffin, trotzdem lassen sie sich im Ländervergleich besonders gerne von Konkurrenzangeboten anderer Institute verführen", sagt Oliver Gaedeke vom Psychonomics. Deutsche tendierten zu Fremdgehen, ergab die Studie. Sie informierten sich auch gerne fern ab der Hausbank. Winkt ein attraktives Angebot, neigen diese eher dazu ein Konkurrenzangebot anzunehmen als Bankkunden in England oder den USA, so die Erhebung.

Nationale Unterschiede zeigen sich in der Risikobereitschaft: Knapp ein Viertel der Befragten in England und den USA investieren in Aktien. In Deutschland sind es nur 16 Prozent. In punkto Kundenzufriedenheit schneiden in allen Vergleichsländern die kleinen Banken am besten ab. In Deutschland etwa die Sparda oder Volks- und Raiffeisenbanken.

Den Weg ins Internet bevorzugen Kunden hier wie im Ausland bei Standardabfragen zu Kontostand oder Zahlungseingängen. Hier hat sich in allen Vergleichsländern Online Banking als wichtigstes Medium etabliert.

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