„Finanzmärkte keine Einbahnstraßen“
Bundesbank beruhigt Börsen-Anleger

Die chinesische Börse bricht am Dienstag wieder deutlich ein – um sieben Prozent nach 8,5 Prozent am Vortag. Die Furcht vor einem Wachstumseinbruch Chinas soll Anleger aber nicht schocken, so Bundesbank-Vorstand Nagel.
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FrankfurtDie Bundesbank mahnt zur Gelassenheit nach den heftigen Turbulenzen an den internationalen Börsen angesichts der wirtschaftlichen Abkühlung in China. Dort normalisiere sich das Wachstum derzeit, aber selbst Raten von womöglich sechs Prozent seien „immer noch ein starkes Wachstum“, sagte Bundesbankvorstandsmitglied Joachim Nagel der „Börsen-Zeitung“ (Dienstag). Der Absturz an den Börsen in China sei eine Korrektur nach den rasanten Anstiegen der vergangenen Jahre. „Finanzmärkte sind typischerweise keine Einbahnstraßen.“

Nagel, der im Bundesbankvorstand den Bereich Finanzmärkte verantwortet, sagte, die Entwicklung in China habe weltweite Ausstrahleffekte, „weil die internationalen Finanzmärkte inzwischen eng vernetzt sind“. Er dämpfte aber Sorgen, dass eine neue globale Finanzkrise drohe. Chinas Regierung und Notenbank verfügten notfalls noch über genügend Mittel, um die Lage zu stabilisieren: „China ist wirtschaftlich stark genug, um im Notfall dagegenzuhalten, falls die Finanzmarktstabilität insgesamt in Gefahr gerät.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " „Finanzmärkte keine Einbahnstraßen“: Bundesbank beruhigt Börsen-Anleger"

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  • China hat wohl genug Finanzreserven, meint Herr Nagel als Zuständiger der Bundesbank für die Finanzmärkte. Gilt das von den Finanzreserven auch für die BoJ, BoGB, Fed usw.? Na dann können wir alle ja beruhigt sein.

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