Finanzmärkte
Warum sich Aktien trotzdem lohnen

Die Euro-Krise: ungelöst. Die USA: mitten im Schuldensumpf. China: Wachstum schwächelt. Die Welt steuert auf die nächste große Krise zu. Wir stellen die größten Risiken vor - und warum die Börsen trotzdem steigen.
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Mit rechten Dingen geht das nicht zu. So denken viele, die nicht gleich umschalten, wenn kurz vor der Tagesschau die Börsenberichte im Ersten laufen. Erstaunlich häufig berichteten  die Moderatoren in den vergangenen Wochen von steigenden Aktienkursen. Der Deutsche Aktienindex (Dax) legte auf Sicht von drei Monaten um zehn Prozent zu. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass die Nachrichten sonst wenig Anlass zum Jubeln geben. Zählen Sie nur mal mit, wie häufig das Wörtchen „Krise“ genannt wird, kaum ein Beitrag über Europa oder die Weltwirtschaft kommt ohne aus.

Man könnte es sich einfach machen, und sagen: Die Börse hat jeden Bezug zur Realität verloren. Nur noch Zocker sind dort unterwegs. Gerade in Deutschland ist diese Meinung populär. Die Deutschen misstrauen der Börse. Aktien sind ihnen suspekt. Wenn die Kurse steigen, fürchten sie den nächsten Absturz; wenn die Kurse fallen, wollen das alle schon vorher gewusst haben.

Die kleine Börsenrally der vergangenen Wochen ist an den Privatanlegern völlig vorbeigegangen. Das belegen Zahlen von Comdirect. Die Online-Bank wertet regelmäßig die Depots ihrer Kunden aus. Ergebnis: Die Bereitschaft, Aktien zu verkaufen, war zuletzt deutlich höher, als die Lust zu kaufen. „Die Privatanleger misstrauen der aktuellen Entwicklung – auf große Einkaufstour gehen derzeit nur wenige“, sagt Stefan Wolf, Produktmanager bei Comdirect. Ein Großteil der Anleger sehe keine begründete Basis für eine weitere solide Entwicklung. „Von einem langfristigen Engagement in Aktien sehen viele daher derzeit ab“, meint Wolf.

Fest steht: Es gibt gute Gründe, skeptisch zu sein. Und trotzdem könnten diejenigen, die zu vorsichtig sind, am Ende die Dummen sein. Auf den folgenden Seiten stellen wir die größten Risiken für die Börsen vor – und einen Grund, warum sich Aktien trotzdem lohnen.

Kommentare zu " Finanzmärkte: Warum sich Aktien trotzdem lohnen"

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  • Aktie ist nicht gleich Aktie.-Aktien lohnen sich immer,aber es können nun mal nicht alle Gewinner sein.Wer vor 5 Jahren in Apple investierte ist fein raus,mit ner Coba-Aktie aber nicht.Es kommt auf die Auswahl,den richtigen Kauf-und Verkaufszeitpunkt an.
    Selbst Nemax-Aktien(97 bis März 00) und Nikkei-Aktien (79- Ende 89) liefen gut,man musste sie nur rechtzeitig wieder abstoßen.Hört sich einfach an,ist aber verdammt schwer.

  • Aktien lohnen deswegen nicht, weil sie keinen Inflations-Ausgleich bieten und auch extrem spekulativ sind.

    Laut den Zahlen vom Handelsblatt hat der Aktienbesitzer in den letzten 10 Jahren durchschnittlich 8,8% Rendite p.a. erzielt.

    Dies entspricht der wahren Inflation in Deutschland.

    Die 2%, die man uns immer nennt, sind was für Dummies und Bahnhofsbesetzer.

    Eine Rendite, bei der die Inflation keine Rolle spielt, haben nur Edelmetall-Besitzer:

    Gold 31,4% p.a., Silber 42,8% p.a., mit weiter ansteigender Tendenz. (Zahlen lt.Handelsblatt).

  • Ich halte es volkswirtschaftlich für nicht schlecht, dass Sparer gezwungen werden richtig zu investieren und nicht nur ihr Geld bei einer Institution abliefern und dann risikolos kassieren. Gerade die deutsche Vollkaskomentalität sorgt dafür dass Geld in letztlich unproduktive Staatsanleihen fließen. Nur Investitionen in die Realwirtschaft mir entsprechendem Risiko bringt die Wirtschaft voran. Und dieses Risiko sollte breit gestreut von allen Anlegern möglichst direkt eingegangen werden und nicht nur von institutionellen Anlegern. Endlich werden die kleinen Sparer aus der Reserve gelockt und müssen sich selbst etwas anstrengen, wie man dies früher tun musste in dem man z.B. in den eigenen Laden investierte.

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