Finanzplanung: Feste Ziele steigern die Motivation

Finanzplanung
Gute Vorsätze für das Portemonnaie

Feste Ziele steigern die Motivation

Ob die eigenen Ausgaben in bestimmten Bereichen nun besonders hoch oder bereits sehr niedrig sind, lässt sich ohne Vergleichszahlen nur schwer beurteilen. Der Beratungsdienst Geld und Haushalt der Sparkassen-Finanzgruppe hat deshalb mit der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft (dgh) Referenzbudgets zusammengestellt. Sie basieren auf Daten des Statistischen Bundesamtes und zeigen, wie viel Haushalte je nach Einkommen und Anzahl der Personen für bestimmte Lebensbereiche ausgeben – aufgeschlüsselt nach elf Kategorien, darunter Wohnen, Ernährung, Mobilität und Kommunikation.

So gibt beispielsweise ein Paar, das ein Kind im Alter bis zu fünf Jahren hat, über ein Nettoeinkommen von 2.601 bis 3.403 Euro verfügt und zur Miete wohnt, monatlich im Durchschnitt 730 Euro für das Wohnen aus. Das ist die teuerste Position in ihrem Budget. Dahinter folgen 542 Euro für Mobilitätskosten – also alle Ausgaben rund ums Auto und öffentliche Verkehrsmittel. Auf Platz drei stehen mit 439 Euro die Kosten für die Ernährung, worunter nicht nur der Einkauf von Lebensmitteln fällt, sondern auch das Auswärtsessen.

Die Kosten zu senken ist jedoch nur eine Strategie, damit am Ende mehr Geld übrig ist. „Beim Thema Geld denken die meisten an Sparen, aber nicht daran, wie sie ihre Einnahmen nachhaltig verbessern“, sagt Petra Bock. Sicherlich ist es gut, unnötige Ausgaben, die keine bessere Lebensqualität bieten, zu vermeiden. Noch wichtiger ist es aber, sich neue Einkommensziele zu setzen und die nötigen Entscheidungen dafür zu treffen.“

Praktisch sieht Bock dafür zwei Wahlmöglichkeiten: mehr arbeiten oder intelligenter arbeiten. „Intelligenter arbeiten heißt, sich gezielt beruflich weiterzuentwickeln und dabei nicht nur die Tätigkeit, sondern auch die Verdienstmöglichkeiten in den Blick zu nehmen. Je mehr Verantwortung man übernimmt, desto höher sind in der Regel die Verdienstmöglichkeiten“, so Bock.

Damit die Motivation beim Arbeiten und Sparen nicht abhanden kommt, ist es wichtig, sich Ziele zu setzen: Wo will ich hin, was will ich mir leisten können? „Die Mahnung man müsse fürs Alter sparen, ist wenig attraktiv“, sagt Sommese. „Auch zwischendurch sollte man sich mal etwas leisten, die richtige Mischung macht’s: Jetzt leben und fürs Alter sparen.“ Damit man zwischendurch nicht doch den kurzfristigen Konsumverlockungen erliegt, sollte man - sofern möglich - einen Teil des monatlichen Einkommens automatisch auf ein anderes Konto überweisen.

Kommentare zu " Finanzplanung: Gute Vorsätze für das Portemonnaie"

Alle Kommentare
  • Kann mir mal jemand vorrechnen wie man bei einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 3758 EURO auf ein durchschnittliches Nettoeinkommen von 2922 EURO kommt?

  • Erstaunlich, das sie ausgerechnet die Berufsunfähigkeitsversicherung als Lebenswichtig bezeichnen.

    Die Menschen für die dieser Artikel in Frage kommt, haben kein Geld dafür und meistens auch keine Arbeit, die genug einbringt.

    Abgesehen davon beschäftigen die Versicherer ein Heer von Anwälten - damit sie nur zahlen müssen, wenn es keinen anderen Ausweg gibt...

  • "Wir" haben eine Inflation von 8%. Können Sie für diese Behauptung eine Quelle angeben oder ist das ihre persönliche, "gefühlte" Inflationsrate, die sich ausschließlich am Heizöl orientiert? Tip: Das stat. Bundesamt ermöglicht es mit einem Inflationsrechner, die "persönliche Inflationsrate" zu berechnen. Dabei hat man die Möglichkeit, den vom Bundesamt angenommenen Warenkorb auf seine tatsächlichen, individuellen Verhältnisse abzuändern. Versuchen Sie es mal, www.destatis.de.

  • @Daddy
    Wie schafft man es eine Familie mit 3 Kinder mit 100 Euro pro Woche zu ernahren? Das sind 20 Euro pro Nase pro Woche.

  • @Daddy

    Bei einer Familie mit 3 Kinder und einem Monats-
    verdienst von 2000 Euro
    ist ihr Vorschlag m. E. nicht gut. Man verliert bei öfterer Kartenzahlung zu schnell den Überblick.
    Besser ist feste Kosten ( Miete, Nebenkosten, Benzin, Werkstatt, Zeitung, Versicherungen, etc) monatlich, vierteljährlich, etc + Reserve ermitteln.
    Einen festgelegten Betrag am Monatsanfang für Haushalt und Ernährung abheben und damit muß man auskommen. Wenn zu viel Monat bei Ende des Geldes übrig ist, Gefrierschrank plündern und Besserung geloben.
    Ich weis aus eigener Erfahrung, das System funktioniert.
    Kartenzahlung nur für eine Sparte z. B. Tanken verwenden. Quittungen monatlich sammeln.
    Wichtig ist, daß Sie jenen Monatsletzten wissen wo Sie stehen, um sofort reagieren zu können. Macht ein bischen Arbeit, aber Handling mit Geld macht immer Arbeit, egal ob zu wenig oder zu viel.

    Schönen Abend noch.

  • Hier mal ein Klitzekleiner Tip zum Sparen !Bei einem Einkauf
    (Lebensmittel,Baumarkt u.s.w. )niemals bar bezahlen sondern
    immer mit Checkkarte. Warum ?Hat jemand z.B. vor, am Wochen-
    ende für ca 100 Euro Lebensmittel zu kaufen dann machen viele
    heute noch den Fehler ,vorher zum Bankautomaten zu gehen und
    Geld abzuheben.Was ist,wenn der Einkauf nur 85 Euro kostet ?
    Klar ,dann bleiben 15 Euro übrig die man dann anderswo schnell auf den Kopf haut.Passiert das nur 6 mal im Monat
    sind das schon immerhin 90 Euro.Bei einem Gutverdiener ist
    das egal.Bei einer Familie mit 3 Kinder und einem Monats-
    verdienst von 2000 Euro aber nicht !

  • Nicht unwichtig: § 12 II SGB (Arbeitslosengeld II)

    "(2) Vom Vermögen sind abzusetzen

    1. ein Grundfreibetrag in Höhe von 200 Euro je vollendetem Lebensjahr des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und seines Partners, mindestens aber jeweils 4 100 Euro; der Grundfreibetrag darf für den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und seinen Partner jeweils 13 000 Euro nicht übersteigen (...)"

    Vielleicht bei der Vermögensplanung als abhängig Beschäftigter auch das Arbeitslosigkeitsrisiko einbeziehen.

  • Die überwiegende Mehrheit der gemeinen Steuerzahler hat dieses Grundwissen als Selbstverständlichkeit im Kopf und lebt danach.

    Doch wer bringt das unseren Staatenlenkern bei??

    Der kleine Strich vor der Zahl in der Bilanz heisst nicht "Bis dahin darfst Du noch Geld ausgeben" sonder der heisst "Das Geld must Du noch bezahlen, bis Du grade KEIN Geld mehr hast."

    Wer bringt das unseren Politikern bei?



  • Nun, die Begründung ist schnell gefunden:

    WIR HABEN EINE INFLATION VON ETWA 8 %, daher bleibt am Ende des Geldes noch soviel Monat!

    Nachdem wir durch die Währungsreform 2002 ohne Grund und Not schon um die Hälfte unseres Geldes enteignet worden sind, folgt jetzt die Inflationsspirale, und der Goldman-Sachs-Heini läßt zur Not einfach die Druckerpresse noch schneller laufen - echt clever der Kerl, so hilft er seinem Stammesbruder, und das für ganz kleine Zinsen!

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