Finanzplanung: Viele Ausgaben sind vermeidbar

Finanzplanung
Gute Vorsätze für das Portemonnaie

Viele Ausgaben sind vermeidbar

Ihre Formel für einen guten Umgang mit Geld erscheint einfach: Man darf sich weder der Verschwendung hingeben noch übermäßig geizig sein. Einen ähnlichen Rat gibt auch der Finanzcoach und Vermögensberater Antonio Sommese: „Man sollte sich keine übertriebenen Sorgen ums Geld machen, aber man darf auch nicht träge sein und sich gar nicht kümmern.“

Am Anfang jeder Finanzplanung steht die Frage, wie hoch die regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben sind: Wie viel Geld fließt monatlich aufs Konto und wie viel geht davon automatisch wieder ab – beispielsweise für die Miete oder Versicherungen. „Sehr hilfreich ist es ein Haushaltsbuch zu führen“, sagt Corina Lechner. „Man muss darin nicht auflisten, wie viel man für ein einzelnes Brot oder Shampoo ausgibt, aber man sollte einen Überblick haben, wie viel Geld man monatlich braucht und in welchen Bereichen die Ausgaben besonders hoch sind.“ Dafür ist es sinnvoll unterschiedliche Kategorien zu bilden, beispielsweise Ernährung, Körperpflege, Versicherung und so weiter.

Nur wer weiß, welche Ausgaben das Geld auffressen, kann etwas ändern. „Der Tipp, ein Haushaltsbuch zu führen, wirkt schon sehr disziplinierend, aber es hilft“, sagt auch Sommese. Zumindest einen Monat lang solle das jeder machen, denn die Ergebnisse können durchaus überraschend sein.

Ein typisches Problem sei Überversicherung. Wer keine Familie habe, brauche auch keine Lebensversicherung, deren Zweck es ist, die Hinterbliebenen im Todesfall abzusichern. Auch Unfall- oder Rechtschutzversicherungen seien nicht zwingend erforderlich. „Zuerst muss man das Existenzielle absichern, man braucht also eine Haftpflichtversicherung“, sagt der Finanzcoach. Sinnvoll sei auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

„Wer genau hinschaut, findet immer Ausgaben, die vermeidbar sind: Mitgliedschaften in Vereinen, übermäßige Spritkosten, teure Handy- oder Strom-Tarife oder Gebühren für das Girokonto – reicht nicht auch das kostenlose Konto bei einer Direktbank?“, sagt Sommese. Die größte Schuldenfalle sind aber Ratenzahlung und Kleinkredite.

„Hier mal 20 Euro im Monat, da mal 30 – das klingt nicht viel, aber es läppert sich“, sagt Lechner. Und ein solches Finanzierungskonstrukt gerate schnell ins Wanken, wenn unvorhergesehen Rechnungen dazukommen oder Einnahmen wegfallen. „Sich auf alte Tugenden besinnen“, empfiehlt Sommese: „Nur Geld ausgeben, das man auch hat und als Angestellter stets zwei bis drei Nettogehälter für unvorhergesehene Ausgaben frei verfügbar halten.“

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