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Firstfive-Leistungsvergleich

Wie bringt man Transparenz in eine Zunft, für die Diskretion Kernkompetenz ist?

Dieser nicht ganz einfachen Aufgabe versucht seit vier Jahren die Firstfive AG gerecht zu werden (www.firstfive.com). Dazu haben die Hessen eine in Europa wohl einzigartige Datenbank mit über 150 Depots aus 70 Banken und Vermögensverwaltungen aufgebaut: Nur Firstfive wertet die tatsächlich erwirtschaftete Rendite realer Kundendepots aus, während bei den gängigen Vermögensverwalter-Rennlisten in Anlegermagazinen die Verwalter und Fondsmanager mit einem fiktiven Depot eine Art Börsenspiel veranstalten. Bei Firstfive fließen nur echte Kauf- und Verkaufsentscheidungen der Geldmanager in die Wertung ein. Firstfive ist von Banken unabhängig und betreibt keine eigene Vermögensverwaltung - eine Selbstverständlichkeit, an die sich nicht alle Anbieter von Rankings halten.

Um in das Ranking zu gelangen, muss ein Vermögensverwalter im eigenen oder im Auftrag seines Kunden den Depotbestand sowie sämtliche Käufe und Verkäufe regelmäßig an Firstfive übermitteln, auf Wunsch über einen Treuhänder anonymisiert. Eine Software errechnet, wie das Depot gegenüber anderen Portfolios mit vergleichbaren Risikovorgaben abschneidet. Dazu hat Firstfive die 150 Depots in vier Risikoklassen eingeteilt: "konservativ" für einen Aktienanteil bis 40 Prozent, "ausgewogen" für 40 bis 60 Prozent Aktien, "moderat dynamisch" für 60 bis 80 und "dynamisch" für Verwalter, die bis zu 100 Prozent des Depotvolumens in Aktien investieren. Die Rankings werden monatlich aktualisiert.

Zusammen mit Firstfive veröffentlicht die WirtschaftsWoche exklusiv die Gesamtsieger eines jeden Jahres. Der Service ist für Privatkunden ab 1160 Euro im Jahr zu haben - steuerlich abzugsfähig. Dafür sieht man schwarz auf weiß, ob ein Verwalter die Rendite des Portefeuilles mit angemessenem Risiko und mit vertretbaren Kosten erwirtschaftet. Im April 2003 übernahm mit Jürgen Lampe ein neuer Alleinvorstand und Mehrheitsaktionär das Ruder. Der Ex-Banker und Leiter eines Family-Office stieß Randaktivitäten ab und konzentriert sich auf das Stammgeschäft, den Depotleistungsvergleich. So konnte Lampe das Berichtswesen deutlich beschleunigen. 2004 will er die Berichtsqualität weiter verbessern und Stiftungsvermögen analysieren.

Quelle: WirtschaftsWoche

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