Fondsmanager im Interview
„Es ist uninteressant, wer die höchste Dividende zahlt“

Die Krise in der Ukraine lässt die Börse nicht los. Fondsmanager Markus Zeiß erwartet aber keinen Einbruch. Im Interview erklärt er, warum jetzt eine gute Zeit für Stock Picker ist und warum er Aktien von RWE kauft.
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Herr Zeiß, die Krise in der Ukraine hat für Verunsicherung an den Börsen gesorgt. Droht jetzt ein Einbruch?
Einen größeren Einbruch erwarte ich nicht. Die Verluste an den Börsen sind vermutlich kurzfristiger Natur. Genau weiß das natürlich niemand – geopolitische Risiken lassen sich sehr schwer abschätzen.

Sind die Aktienmärkte nach der langen Rally nicht ohnehin reif für eine Korrektur?
Für einige Anleger ist jetzt sicherlich ein willkommener Anlass, um Gewinne mitzunehmen. Andererseits sind Aktien, gemessen an den Unternehmensgewinnen, nicht übertrieben teuer – und es gibt kaum Alternativen. Wahrscheinlich erleben wir eine längere Phase, in der die Kurse seitwärts verlaufen.

Zuletzt mussten einige Unternehmen ihre Ziele nach unten korrigieren. Das deutet darauf hin, dass die Zeiten schwieriger werden.
In Deutschland waren die Zahlen zum vierten Quartal bisher nicht schlecht. In den USA gab es aufgrund der bereits vorsichtigen Unternehmensausblicke und damit gesunkenen Erwartungen relativ wenige Enttäuschungen. Was im Moment noch keiner sagen kann, ist, wie sich die Währungsturbulenzen in den Schwellenländern und in Russland auf die Unternehmen auswirken werden. Das sehen wir erst im Zuge der nächsten Berichtssaison ab April. Nur wenn die Wechselkurseffekte sehr negativ zu Buche schlagen, könnte es noch eine tiefere Korrektur geben.

Welche Strategie verfolgen Sie?
Im vergangenen Jahr sind die Aktienkurse auf breiter Front gestiegen, vor allem diejenigen Werte haben zugelegt, die vorher deutlich verloren hatten. Im Grunde konnten Anleger nicht viel falsch machen. Jetzt beginnt eine Phase, bei der man viel genauer auswählen muss – eine gute Zeit für Stock Picker und Dividendenstrategien.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Aktien aus?
Wir investieren nicht in Unternehmen, die keine Dividende zahlen. Eine Dividendenrendite von um die zwei Prozent ist für uns das Minimum. Außerdem sollte kein größerer Schnitzer in der Dividendenhistorie auftauchen, die Dividende muss also immer verlässlich gezahlt worden sein. Wobei wir da auch Ausnahmen machen, wenn wir mittelfristig vom Geschäftsmodell überzeugt sind, in der Vergangenheit zum Beispiel bei der Deutschen Post oder jetzt bei RWE.

Warum das? RWE steht unter Druck und musste die Dividende zusammen streichen.
Die Dividende ist gekürzt worden, das ist richtig. Gleichzeitig ist der Aktienkurs kräftig gefallen. Dadurch ist die Dividendenrendite weiterhin hoch. Wir sind davon überzeugt, dass RWE die Wende schaffen kann. Das Unternehmen hat bereits viele Kosten eingespart, gleichzeitig stabilisiert sich der Strompreis. Daher haben wir die Aktie vor mehreren Wochen das erste Mal seit 2011 wieder gekauft. Wir sind immer auf der Suche nach überzeugenden Turnaround-Stories, allerdings nur als Beimischung im Fonds.

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K&S, Telekom und die Lieblingsaktien

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Hohe Rendite oder verlässliche Ausschüttung?

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  • Wohl die Chart-Linien verwechselt. Der ETF ist über die letzten Jahre weit hinten.

  • Ein simpler Vergleich mit einem europäischen Dividenden-Indexfonds/ETF wie z.B. WKN 263528 zeigt, dass dieser aktiv gemanagte Fonds trotz "toller" Ideen hinterher hinkt. Der ETF, der je nach Anbieter zwischen 0.2-0.3% p.a. kostet (der Fonds 1,7% p.a. plus Ausgabeaufschlag) liegt über sämtliche Zeiträume vorne.

    Finger weg + wenn schon nicht direkt in die Dividendentitel, dann kostengünstig und stressfrei über einen ETF.

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