Forward Rate Agreements und Futureskontrakte sind sehr beliebt
Derivate können Zinsrisiken reduzieren

Spätestens seit den Zins-Turbulenzen im Sommer dieses Jahres sollten die letzten Zweifler von der Notwendigkeit eines professionellen Managements von Zinsänderungsrisiken überzeugt sein. Steigender Beliebtheit erfreuen sich auch die Ertragschancen aus spekulativen Engagements mit Zins-Termingeschäften.

Dieser Beitrag konzentriert sich auf Geldmarkt-Termingeschäfte, insbesondere auf Futures und Forward Rate Agreements (FRA). Beide bieten die Möglichkeit, einen bestimmten Zinssatz in der Zukunft bereits heute zu sichern. Dies kann aus Sicherungsaspekten, aber auch aus spekulativer Motivation heraus geschehen. Bei Ungleichgewichten zwischen verschiedenen Marktsegmenten bieten sich FRA's und Futures auch zur Arbitrage an.

Ein FRA ist eine Vereinbarung über eine Zinsfestschreibung für eine zukünftige Zinsperiode und für ein zugrunde liegendes Nominalvolumen. Die Referenzzinsperiode sind grundsätzlich frei wählbar, am gebräuchlichsten sind aber 1, 3, 6, 9 sowie 12 Monate. Futures sind eine vertragliche Vereinbarung zwischen zwei Parteien mit der Verpflichtung, zu einem bestimmten Termin in der Zukunft einen nach der Qualität und Quantität definierten Basiswert zu einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Bei einem Zinsfuture ist dieser Basiswert ein standardisiertes Zinsinstrument.

Bei Geldmarktfutures dominieren Kontrakte auf den Ein- bzw. Dreimonats-Euribor. Die Umsatzstatistiken zeigen eine klare Präferenz für den Drei-Monats-Euribor-Future, von dem an Eurex und Liffe im August 10 Mill. Kontrakte umgesetzt wurden. Eine Untersuchung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich beziffert das Marktvolumen für FRA auf über 8 Bill. $. Im Vergleich hierzu summiert sich das gesamte Marktsegment der OTC-Zinsprodukte (Swaps, Zinsoptionen) auf 100 Bill. $.

Seite 1:

Derivate können Zinsrisiken reduzieren

Seite 2:

Seite 3:

Seite 4:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%