Für die Hersteller der Geräte sehen Strategen dagegen kaum Potenzial
Netzbetreiber profitieren vom Handy-Boom zu Weihnachten

Eines wird auch in diesem Jahr unter kaum einem Weihnachtsbaum fehlen: das neue Mobiltelefon. Einen wahren „Handy- Boom“ verkündete kürzlich der Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT). Und die Industrie hat sich auf den Heiligen Abend vorbereitet.

DÜSSELDORF. Mehr als 100 verschiedene Modelle locken die Käufer mit polyphonen Klingeltönen, MMS-Ausstattung zum Verschicken von Bildern und eingebauten Digitalkameras in die Geschäfte. 2003 sollen mit rund 460 Mill. Handys weltweit über 15 % mehr Funktelefone abgesetzt werden als im Vorjahr. Gute Nachrichten für die Branche, zumal der Boom dank neuer Standards auch im kommenden Jahr anhalten soll.

Anleger müssen jedoch genau zwischen den Werten des Sektors unterscheiden. Denn nur einzelne Aktien bieten Chancen. Zu den weniger aussichtsreichen Kandidaten zählen die Hersteller. Für die meisten Konzerne ist das Mobilfunkgeschäft nur nur eines von vielen. Bei Siemens etwa sei der Einfluss der Sparte auf den Aktienkurs begrenzt, sagt Roland Pitz von der Hypo-Vereinsbank. Die größten Wachstumsraten würden in Asien und Südamerika erzielt, dort sei Siemens aber nur ein Nischenanbieter.“

„Der klare Favorit ist und bleibt Nokia“, meint Pitz. Die Finnen gelten mit einem Marktanteil von 35 % weltweit als Branchenprimus. „Nokia liefert gute Produkte, erzielt stabile Margen und hat ein gutes Image,“ sagt Pitz. Dennoch sieht er für die Aktie zurzeit wenig Potenzial, da „das starke Weihnachtsgeschäft längst eingepreist ist“. Den fairen Wert gibt er zwischen 13 und 16 Euro an. Gestern notierten die Titel bei rund 14 Euro.

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