Geld anlegen, aber wo? Die Antwort lautet: Gold!

An den Finanzmärkten herrscht Nervosität. Wo soll man sein Geld jetzt anlegen? Das fragen sich auch diejenigen, die das Geld der Reichen verwalten. Auf einem Kongress in Frankfurt haben sich Vermögensverwalter getroffen, um über die richtige Strategie zu diskutieren. Das Ergebnis: Vorsicht bei Staatsanleihen, zugreifen bei erstklassigen Aktien und Gold.
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Vermögensverwalter raten zu Gold. Am besten in Form von Barren oder Münzen. Quelle: dpa

Vermögensverwalter raten zu Gold. Am besten in Form von Barren oder Münzen.

(Foto: dpa)

FRANKFURT. Wenn die Lage besonders ernst ist, hilft Galgenhumor manchmal weiter. Wie sonst ließe sich erklären, dass gleich zum Auftakt des European Asset Management Congress in Frankfurt herzlich gelacht wird. Während an den Märkten gerade die Hölle los ist, kommt die Elite deutscher Vermögensverwalter in der Hauptverwaltung der Bundesbank zusammen.

Als einer der Ersten ergreift Bert Flossbach, Vorstand und Gründer der Vermögensverwaltung Flossbach & von Storch, das Wort. "Ich war gerade vier Tage in Athen, um nach dem Rechten zu sehen." Freudiges Gelächter im Publikum. Wenn es nur so einfach wäre. Hinfahren, nach dem Rechten sehen - und das zurückholen, was verloren gegangen ist. Für jeden der gut 130 Männer in den dunklen Anzügen geht es um viel. Sie tragen die Verantwortung für das Geld ihrer betuchten Kundschaft.

Für Flossbach gibt es nur einen Ausweg: "Ein Schuldenschnitt ist völlig unvermeidlich, auch im Sinne der Griechen. Es wäre fatal, wenn wir das Fass ohne Boden weiter mit gutem Geld füllen würden." Das Land werde sich weder über Sparmaßnahmen noch über Steuererhöhungen aus seiner Finanzmisere befreien können.

Einmal in Fahrt redet der Vermögensverwalter aus Köln seinen Kollegen ins Gewissen. Es sei erschreckend, wie sehr sich Investoren auf das Urteil von Ratingagenturen verließen. "Was machen wir eigentlich? AA, BB, das ist nicht mehr als einfaches Buchstabieren. Das intellektuelle Niveau ist auf Grundschulniveau gesunken", sagt Flossbach. Eine Anlageentscheidung allein aufgrund der Note einer Ratingagentur zu treffen, sei bei seiner Vermögensverwaltung verboten. Im Falle Griechenlands hätten die Agenturen viel zu spät reagiert.

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11 Kommentare zu "Geld anlegen, aber wo?: Die Antwort lautet: Gold!"

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  • Klar ist Gold keine Anlage um sein Geld schnelle zu vermehren, dennoch ist es als Sicherheitsinvestment sehr gut geeignet. Man muss ja nicht gleich sein ganze Geld in Gold investieren, aber rund 10% des nicht dringend benötigten Geldguthabens kann man getrost in Gold anlegen.

  • inflation? Doch eher eine Währungsreform.
    Selbst die Notenbanken kaufen Gold. Die Finanzkrise ist erst der Anfang. Das weltweite Konjunkturtief steht noch bevor.
    Thüringer Allgemeine, 22.12.2009.
    Das in Marksuhl ansässige Unternehmen wird 14 Anlagen herstellen, auf denen druckfrische Geldscheine bearbeitet werden. Aus Sicherheitsgründen wird der Auftraggeber nicht namentlich genannt.
    Fertigung und Lieferung der Anlagen zur banknotenherstellung seien über die kommenden zwei Jahre vereinbart und beliefen sich auf einen Umsatz von mehr als 6 Millionen Euro.
    Und wenn man in der Schule aufgepasst hat ....

  • @ [8] Jonas:
    Zitat: "Hätte Griechenland die Drachme, wäre die heute einfach nur noch die Hälfte wert. Auch eine Art Kapitalschnitt der Schulden, zu Lasten vor allem der inländischen bundesschatzbriefbesitzer, denn im Ausland hätte man Euro- oder US-Dollar-Schulden. "

    Kommentar: Das stimmt so nicht, denn auch ausländische Gläubiger würden mit einer entwerteten Drachme natürlich deutlich weniger zurückbekommen! Es trifft also alle Gläubiger. Daher führt langfristig kein Weg an der Vernichtung der (Spar)guthaben vorbei! EU/iWF Hilfe für Griechenland wird das Problem vielleicht 2 Jährchen nach hinter schieben.

    Und aus diesem Gesichtspunkt muss man schon fragen: Was bitte sonst, wenn nicht Edelmetalle?

    Oder sag mir einen einzigen anderen Sachwert, den man so mobil, liquid und anonym haben kann?

  • Gold hat keinen intrinsischen Wert, Gold zu kaufen inst also Unfug.
    Wer es 30 Jahre liegen lassen will, kann mal in die Historie der Goldpreisentwicklung gucken: Es hätte ihm keinen Gewinn gebracht.
    Ja, die Staaten werden ihr Geld inflationieren, und das ist seit dem Euro erhebliche schwieriger geworden. Hätte Griechenland die Drachme, wäre die heute einfach nur noch die Hälfte wert. Auch eine Art Kapitalschnitt der Schulden, zu Lasten vor allem der inländischen bundesschatzbriefbesitzer, denn im Ausland hätte man Euro- oder US-Dollar-Schulden. Geht aber nicht so einfach, daher muß Griechenland was ändern an seiner Ausgabenseite, um mit dem Geld auszukommen, welches es einnimmt. Daß es aber höhere Zinsen zahlen muss als andere Euroländer, ist spekulativer Unsinn.

    SPERRT DiE SPEKULANTEN ALLE EiN!

  • Die Antwort lautet Gold.
    .
    Das Ergebniss ist der Start zur iNFLATiON.
    .

  • Richtig.

    Gold kaufen und verstecken.
    Verstecktes Gold kann nicht besteuert und damit enteignet werden.
    Natürlich nur, solange man es nicht verkaufen muß.

    Mindesthaltezeit: 30 Jahre.

    Ein bißchen bargeld auf dem Konto für tägliche Ausgaben.

    Angela Merkel hat uns belogen.
    Sie dient den banken, nicht dem Volk.

    Horst Köhler, einer der Architekten des Maastricht-Vertrages, hat noch 1992 gesagt, eine Schuldenunion, in der die Nordländer die Südländer durchfüttern, werde es nicht geben.

    Wie man sich doch irren kann ...

    Steht alles auf Spiegel-Online.

    Leute, holt Euer Geld von den Sparkonten, das geht voll in die Hose hier, der Euro ist schon bald Geschichte und wer weiß, was dann kommt.

    Wenn erst einmal die besitzer großer Vermögen auf den Trichter kommen und der Goldpreis auf 2000 $ steigt oder der Handel zeitweise ausgesetzt wird, ist es zu spät.

    Man denke nur, daß sich das bundesministerium der Finanzen demnächst überlegen könnte, die bisher nicht existente Mehrwertsteuer auf Gold von 19 % zu erheben, so wie bei allen anderen Edelmetallen, oder den Handel mit Gold ganz zu verbieten.

    Noch ist Zeit.

  • Das Geld liegt auf der Straße, man muß es nur aufheben. Wie und wo? Das verrät Holzauge nicht.

  • Was Merkel und Schäuble machen, kann ein Alki auch, nämlich das sauer verdiente Geld der Familie durchzubringen.

  • Es ist schon spannend, wie man heute bei den "großen" Vermögensverwaltern die Edelmetalle empfiehlt. Vor acht Jahren suchte ich dringend Tresorkapazitäten bei vielen banken, um die Edelmetalle unserer Mandanten einzulegen. Man lachte mich förmlich aus und sprach von den "Superturbohedgefonds". Heute haben es "alle berater" natürlich "gewußt". Übrigens sollte man auch Silber und Platin ansprechen, denn die Mehrwertsteuer spielt keine wirkliche Rolle, weshalb sich das Einlagern in Freilagern nicht lohnt. Übrigens: Finger weg von Zertifikaten, ETF's usw.
    Andreas Popp

  • Ja, so langsam aber sicher müssen wir uns auch in Deutschland gewaltige Sorgen um unser Geld machen.

    Heute hat Währungskommissar Olli Rehn in brüssel gesagt: "Das wird nicht nur für Griechenland gemacht, sondern auch für die anderen Euro-Staaten, um die finanzielle Stabilität zu sichern."

    Also befinden wir uns jetzt in einer Schuldenunion, für die Deutschland immer wieder haften soll. Jeder kann es sich denken: das können wir gar nicht leisten. Nouriel Roubini hat auch bereits gesagt, dass es mit der EURO-Zone nicht mehr lange dauern wird, bis sie verschwunden ist. Der tschech. präsdent Vaclav Klaus hat das auch vorgestern gesagt und Greespan schon vor Jahren.
    Die Prof. Hankel und Co haben Recht behalten (www.dr-hankel.de)
    Die Politik schindet hier doch nur Zeit. Vielleicht um selbst die Schäfchen in's Trockene zu bringen. Oder man wartet auf ein Wunder!
    Oh armes Deutschland, das kollektive Versagen unserer Politiker seit Kohl kostet uns unseren Wohlstand.
    Man hat gegen den Willen der bevölkerung gehandelt und einen Staatenverbund gegründet .....und nun wundert man sich, das wir nicht freiwillig auf alles verzichten.
    beim Geld hört bekanntermaßen die Freundschaft auf!

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