Geld – wohin damit?
Credit Suisse setzt 2016 auf europäische Aktien

Niedrigzinsen treiben Anlagestrategen weiter in Wertpapiere. Die Credit Suisse erkennt besonders im Euro-Raum Potenzial. Für attraktiv halten sie auch eine Anlageklasse, die in diesem Jahr besonders stark einbrach.

Die Anlageexperten der Credit Suisse haben für das kommende Jahr klare Präferenzen. Aktien sind 2016 die bevorzugte Anlageklasse gegenüber Anleihen, wie Nannette Hechler-Fayd’Herbe, globale Chefstrategin bei der Schweizer Bank, am Donnerstag beim Jahresausblick in Frankfurt sagte. Die Bank favorisiert den Euroraum und den Dax. US-Aktien dürften sich dagegen nicht überdurchschnittlich entwickeln.

Ein entscheidender Punkt sei die divergierende Geldpolitik. Während die US-Notenbank bei der Sitzung am 16. Dezember die Zinswende einleiten dürfte, ist bei der Europäischen Zentralbank keine Wende abzusehen. „Die Zinsen werden niedrig bleiben“, betonte Anja Hochberg, Chief Investment Officer Europa der Credit Suisse bei dem Pressetermin.

Doch nicht nur der Rückenwind der Geldpolitik spricht nach Ansicht der Anlagestrateginnen für den Euroraum. Die angesprungene Kreditnachfrage, die Konsumausgaben und der schwache Euro seien weitere Argumente. Neben Exportwerten gelten Konsumtitel als aussichtsreich.

Gegenwind durch Inflation drohe offenbar nicht. Die noch immer hohe Arbeitslosigkeit in einzelnen Ländern des Euroraums und die geringe Kapazitätsauslastung sprächen gegen Auftrieb bei den Löhnen, so Hechler-Fayd’herbe. Eine „relative Outperformance“ trauen die Anlageexpertinnen dem Dax zu. Die günstige Bewertung und die Effekte der Euroschwäche machten die deutschen Werte zu Favoriten.

Was deutsche Aktien befeuert, spricht gegen Schweizer Titel. Die Bewertung ist nach Ansicht der Credit Suisse vergleichsweise hoch und der Franken überteuert, was die Schweizer Wirtschaft bremst. Ganz abschreiben sollte man den Aktienmarkt des Landes aber nicht. Die günstige Bewertung von Werten geringer oder mittlerer Marktkapitalisierung im Vergleich zu den großen Titeln eröffne Investmentchancen, merkte Hochberg an.

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