Geldanlage-Ausblick „Auch 2017 lässt sich an den Märkten Geld verdienen“

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Keine Zinswende im Euro-Raum
Das wurde im ersten Halbjahr aus 100.000 Euro
Platz 20: Aktien Venezuela
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Die Börse in Caracas ist winzig, nur wenige Aktien sind dort notiert und die Umsätze liegen oft bei nur ein paar tausend Dollar pro Tag. Internationale institutionelle Investoren meiden venezolanische Aktien. Die Inflation im Land galoppiert, der Versorgungsmangel eklatant, die Währung Bolivar ist auf Talfahrt. Anleger, die im Januar 100.000 Euro in den IBC-Index investierten, haben so jetzt nur noch 54.320 Euro. Im Vorjahr hatten sich die Kurse noch mehr als vervierfacht.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten.

Platz 19: Aktien China
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Die Wirtschaft in China macht Anlegern seit über einem Jahr Sorgen. Die Börse stürzte entsprechend weiter ab. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandschinas erfasst, brach um 15,6  Prozent ein. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro leicht abwertete blieben Anlegern von 100.000 Euro nur 80.900 Euro übrig.

 

Schlusstand 30.6.2016,  Angaben ohne Transaktionskosten.

Platz 18: Aktien Euro-Zone
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Der Jahresauftakt an Europas Börsen war schon ein Horror, dann kam noch das Debakel um den Brexit hinzu. Die Folge: Die Aktien in der Euro-Zone notieren tief im Minus. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in den Leitindex Euro Stoxx 50 investierte, verfügt angesichts des Minus von 12,3 Prozent jetzt nur noch über 87.670 Euro. Am schlimmsten erwischte es dabei Anleger in Italien – der FTSE MIB 100 Index verlor fast ein Viertel seines Wertes.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten.

Platz 17: Britisches Pfund
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Investoren haben die britische Währung nach dem Brexit-Votum regelrecht heruntergeprügelt. Schon vorher litt es deutlich, am Tag nach der Bekanntgabe des Referendums stürzte es dann zum US-Dollar um bis zu knapp 14 Prozent und zum Euro um mehr als acht  Prozent ab. Zur US-Währung liegt das Pfund auf dem niedrigsten Stand seit über 30 Jahren. Zum Euro liegt das Pfund „nur“ auf dem niedrigsten Stand seit rund zwei Jahren. In diesem Jahr wurden aus 100.000 in Pfund angelegten Euro 88.620 Euro.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Platz 16: Aktien Deutschland
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Auch Aktienanleger in Deutschland hat bislang kein schönes Jahr. Gleich zu Beginn des Jahres stürzte der Leitindex Dax ab. Danach erholte er sich zwar – machte die Verluste vom Jahresanfang aber nie ganz wett. Der Brexit-Schock setzte dem Dax dann erneut zu. Aus 100.000 im Dax investierten Euro sind innerhalb von sechs Monaten nur noch 90.110 Euro geworden.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten Angaben ohne Transaktionskosten

Platz 15: Aktien Schweiz
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Auch die Aktien der Schweiz gingen auf Talfahrt. Der Franken legte dabei zum Euro nur ganz leicht zu. Im vergangenen Jahr hatte er kräftig aufgewertet, nachdem die Schweizerische Nationalbank den Euro-Mindestkurs für den Franken aufgegeben hatte. Von daher machten Anleger mit Franken in diesem Jahr keine Währungsgewinne. Von 100.000 Euro blieben 91.320 Euro übrig.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten Angaben ohne Transaktionskosten

Platz 14: Aktien Großbritannien
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Das Brexit-Votum hat der britische Leitindex rasch verkraftet.  Der Leitindex „Footsie“ war zwar am 24. Juni heftig eingebrochen, holte die kurzfristigen Verluste dann aber wieder auf. Trotzdem sind Experten skeptisch, da wegen des Ausstiegs Großbritanniens aus der EU eine lange Phase der Ungewissheit droht. Dennoch notiert der Footsie auch auf Halbjahressicht 4,2 Prozent im Plus. Da der Euro jedoch zum Pfund kräftig zulegte, machten Euro-Anleger, die ihre Positionen nicht absicherten, einen Verlust von 8,01 Prozent und hatten bei einer Anlagesumme von 100.000 Euro so nur noch 91.990 Euro auf dem Konto.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Die Zinswende im Euro-Raum dürfte nach Meinung der Strategen auch im nächsten Jahr noch nicht kommen. Die Europäische Zentralbank (EZB) werde die Leitzinsen unverändert lassen, ihre monatlichen Anleihekäufe von 80 Milliarden Euro über den März hinaus ausweiten – und erst danach die Anleihekäufe langsam reduzieren. „Deutlich höhere Zinsen können wir uns gar nicht leisten“, meint Chepolis und rechnet vor: Ein Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus um einen halben Prozentpunkt würde die Zinskosten der Euro-Länder mittelfristig insgesamt um 48 Milliarden Euro und so knapp ein halbes Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen lassen.

Attraktiv bei Anleihen findet Chepolis vor allem Unternehmensanleihen aus den USA. Auch US-Hochzinsanleihen, also Anleihen von Firmen mit schlechter Bonität, böten noch Potenzial.

Hauptgründe: Die US-Wirtschaft werde weiter moderat wachsen und die höheren Zinsscheine der Anleihen böten einen Puffer gegen mögliche leichte Kursverluste. Das gelte mit Einschränkungen auch für Anleihen der Euro-Randländer, hochverzinsliche Euro-Unternehmensanleihen und auf Dollar oder Euro lautende Anleihen der Schwellenländer.

Dabei sind nicht nur bei Anleihen regelmäßige Einnahmen – sprich Zinserträge – ein wichtiges Thema für das kommende Jahr, ist Christian Hille, Leiter des Bereichs Multi-Assets, überzeugt. Da die Aktienmärkte im nächsten Jahr nicht so deutlich steigen sollten, würden Dividenden immer wichtiger für Investoren. Die Aktienmärkte selbst sollten dabei global im Einklang mit den Gewinnen der Unternehmen um fünf bis sechs Prozent steigen, meint Thomas Schüssler, designierter Co-Chef des weltweiten Aktiengeschäfts bei der Deutsche AM.

Für den Dax und den S&P 500 lässt sich Schüssler sogar zu Punktprognosen hinreißen. Demnach sollte der Dax Ende des Jahres 2017 bei 11.300 Punkten stehen, das entspräche einem Plus von 6,6 Prozent. Den S&P 500 sieht Schüssler bei nur gut plus zwei Prozent bei 2.250 Punkten. Allerdings seien dies nur sehr grobe Angaben, betont Schüssler.

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1 Kommentar zu "Geldanlage-Ausblick: „Auch 2017 lässt sich an den Märkten Geld verdienen“"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

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