Geldanlage: Das Comeback der US-Aktien

Geldanlage
Das Comeback der US-Aktien

Die Konjunktur der größten Volkswirtschaft der Welt springt an. Kaum beachtet von vielen Anlegern feiern die Aktienmärkte in den Vereinigten Staaten ein Comeback. Welche Titel Anleger locken können.
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Auf der Suche nach auskömmlicher Rendite entdecken viele Investoren aktuell wieder die Vereinigten Staaten. Nach Jahren der Wirtschaftskrise springt in Übersee jetzt die Konjunktur an. „Der Aufschwung nimmt kurzfristig Gestalt an“, sagt Didier Saint-Georges, Mitglied des Investment-Komitees beim französischen Vermögensverwalter Carmignac Gestion. „Die Wachstumsprognosen konnten auf zwei Prozent angehoben werden, die Verbesserung am Arbeitsmarkt und die ersten Anzeichen einer Stabilisierung des Wohnimmobilienmarkts tragen dazu bei“.

Diese Woche stehen wichtige Konjunkturdaten wie der ISM Einkaufsmanagerindex und Verbraucherausgaben auf der Agenda und könnten Anleger zum Kauf animieren. "Fast alle Anleger, Analysten und Auguren setzen aktuell auf einen Turnaround in den Vereinigten Staaten", sagt Andre Will-Laudien , Leiter Research und Strategie bei der Privatbank Donner & Reuschel. Besonders wichtig sei der Häusermarkt. "Wenn die USA dieses Problem lösen können, könnte eine neue Konsumwelle entstehen, die den Aktienmarkt mit sich reißt", sagt Will-Laudien.

Anleger, die in den vergangenen Krisenjahren auf US-Aktien gesetzt haben, fahren schon jetzt die Ernte ein. Neben ersten Anzeichen der Konjunkturbelebung und teils überraschend guten Quartalszahlen wirkt vor allem die hemmungslose Niedrigzinspolitik der amerikanischen Notenbank wie die Geldschwemme der Europäischen Zentralbank positiv auf die Kurse vieler US-Aktien.

Eine Studie von Donner & Reuschel für Handelsblatt Online zeigt ein Comeback von US-Werten am Beispiel des Index S&P 500. In der Jahren 2001 bis 2006 schnitt dieser Index, der die Werte der 500 größten börsennotierten Unternehmen zusammenfasst, in jedem Jahr schlechter ab als der weltweite Aktienindex MSCI World.

Die Privatbank analysierte die Renditeentwicklung in 21 Zeiträumen mit unterschiedlicher Haltedauer für diese sechs Jahre. So machte ein Käufer mit einem S&P 500–Depot, der im Jahr 2004 kaufte und im nächsten Jahr wieder verkaufte, ein Minus von 20,9 Prozent. Im Vergleich zum weltweiten Markt lag der Verlust 5,9 Prozentpunkte höher. Im Schnitt lag der US-Markt über alle Zeiträume hinweg 4,1 Punkte schlechter als der MSCI World. Im besten Fall lag der US Markt 2,2 Punkte schlechter – bei einem Kauf 2001 und Verkauf 2002.

Kommentare zu " Geldanlage: Das Comeback der US-Aktien"

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  • Im Jahr 2009 gab es keineswegs eine Abwahl von George W. Bush. Er durfte nach zwei Amtsperioden schlicht nicht mehr kandidieren.

  • Bernanke und Obama drucken gewaltig. Das Geld muss irgendwo hin. Obwohl gigantische Summen im Spiel dabei sind, hat es den Aktienmarkt wenig bewegt und auch die Beschaeftigung nicht. Aber der USD ist unten geblieben auch wenn die Schulden gestiegen sind wie nie. Bernanke und Obama machen dies schon. Die Alternativen sind leider nur peinlich und die beiden auch.

  • das frag ich mich auch lieber "ohh". ich halte das ja für imageschädigend, was hier passiert . trau mich ja kaum noch als hb-leser zu "outen". kürzlich hat das noch jemand sehr treffend auf den punkt gebracht: die größten kackepropheten und die noch dümmeren lämminge schwafeln im hb-forum.

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