Geldanlage
Fünf deutsche Konzerne in Nachhaltigkeitsindex

Die unabhängige Researchorganisation Novethic peilt europäisches Qualitätslabel für Publikumsfonds an
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BerlinEine Notierung im weltweit tonangebenden Kursbarometer für nachhaltig wirtschaftende Unternehmen, dem Dow Jones Sustainability Index (DJSI), ist lukrativ. Denn Investoren achten zunehmend darauf, ob Firmen umwelt- und sozialverträglich agieren. Unternehmen, die etwas auf sich halten, streben hier eine Notierung an. Die am 12. September in Zürich bekannt gegebene neue Zusammenstellung birgt eine Überraschung: Erstmals sind fünf deutsche Namen unter den Top-Konzernen, die 24 Sektoren anführen: Allianz, Henkel, SAP, Siemens und Volkswagen. Sie haben ihre ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Leistungen stärker verbessert als die Wettbewerber.

„Die Ergebnisse des Dow Jones Sustainability Index sind für uns ein wichtiges Feedback und Indikator dafür, ob wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Kathrin Menges, Henkel-Personalvorstand und Vorsitzende des Sustainability Council. Nachhaltigkeit spiele in den Beziehungen zu Kunden, Verbrauchern und Geschäftspartnern eine immer größere Rolle

BMW nimmt den Verlust des seit acht Jahren gehaltenen Top-Titels sportlich: „Es freut uns sehr, dass die anderen entdeckt haben, dass Nachhaltigkeit wichtig ist“, so ein Sprecher. BMW, Fiat und VW lieferten sich mit je 89 Punkten ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Münchener sind weiter notiert, als einzige der Branche seit 15 Jahren ununterbrochen.

Die neue Indexzusammensetzung gilt ab dem 23. September 2013. In den Weltindex kommen 39 Titel neu hinein, darunter Fresenius Medical Care und HEA Health Care Providers & Services. Dagegen scheiden 47 Titel aus, etwa die Deutsche Börse und die Deutsche Telekom. Die Revision beeinflusst Entscheidungen von Vermögensverwaltern und Banken in 13 Ländern. Sie verwalten auf Basis der Indexfamilie rund 3,4 Milliarden Euro in 50 Finanzprodukten.

Zur DJSI-Familie gehören auch regionale Indizes. Die Schweizer Robeco SAM sondiert nach dem „Best-in-Class-Ansatz“ aus weltweit 1830 Unternehmen aller Branchen die mit den jeweils besten Nachhaltigkeitsbewertungen. Die Experten analysieren etwa das Innovationsmanagement, Klimastrategien als auch ob und wie Firmen öko-soziale Probleme in der Lieferkette vermeiden sowie branchenspezifische Risiken und Chancen. Bewertungen werden nicht veröffentlicht.

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