Geldanlage: „Sturm im sicheren Hafen“

Geldanlage
Rein ins Risiko!

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„Sturm im sicheren Hafen“

Die Rendite einer zehnjährigen Bundesanleihe sank im vergangenen Jahr bis auf 1,3 Prozent, für zweijährige Anleihen lag bei 0,05 Prozent, für Geldmarktpapiere war sie sogar negativ. In den vergangenen Wochen deutete sich eine Gegenbewegung an, möglicherweise der Beginn der großen Rotation. Innerhalb kurzer Zeit kletterte die Rendite für Bunds auf 1,7 Prozent, den höchsten Stand seit September. Die Rendite für zehnjährige US-Treasuries stieg erstmals seit April 2012 wieder über zwei Prozent. „Sturm in Sicht für sichere Häfen“, nennt das Trevor Greetham, Anlagestratege von Fidelity.

Sollten sich tatsächlich scharenweise Investoren von ihren Bundesanleihen oder US-Treasuries verabschieden, hätte das enorme Folgen für den Bondmarkt. Die erste Konsequenz wären sinkende Kurse und steigende Renditen. Die Bundesrepublik oder die USA müssten höhere Zinsen für neue Schulden bieten. Aber auch jeder Sparer mit einer Lebensversicherung oder einer Betriebsrente wäre betroffen, meist ohne es zu wissen. Versicherer und Pensionskassen haben sich randvoll mit Anleihen geladen. Wenn sie nicht rechtzeitig reagieren, und auf einem Haufen niedrig-verzinster Anleihen sitzen bleiben, zählen sie zu den Verlierern; und ihre Kunden gleich mit.

„Noch lässt sich die Tiefzinsphase mit den hohen Kupons von Altanleihen im Portfolio ganz erträglich gestalten. Doch der Druck in höher rentierliche Anlageformen zu wechseln, steigt“, sagt Vermögensverwalter Flossbach.

„Höher rentierliche Anlageformen“ heißt übersetzt: mehr Risiko, etwa durch Anleihen in den Krisenländern oder Aktien. Viele Anleger, die Reißaus genommen hatten wegen der Euro-Krise, kehren nun zurück. Die Anleiherenditen der Krisenstaaten sind deutlich gesunken, die Nachfrage bei den jüngsten Anleiheauktionen war riesengroß. Schließlich garantiert die Europäische Zentralbank, dass sie im Notfall als Käufer einspringen wird.

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  • Welche Demokratie ? Welche Freiheit ?

    Wurden Sie gefragt, als die jeweiligen Regierungschefs der Nachkriegszeit die Schulden aufgenommen haben ?
    Wurden Sie gefragt, als der Euro eingeführt wurde ?
    Hatten Sie bei überhaupt mal bei was ein Mitspracherecht ? Bei was ?

    Was würde passieren, wenn es knallt ?
    Dann wird Frau Merkel ( oder wer auch dann am Ruder ist) die Augen nach oben verdrehen und sagen: "Hach, die bösen Griechen, und hach, Trichet und Draghi. Die haben einfach zuviel Geld gedruckt. Wir haben ja den Weidmann geschickt, aber der konnte sich da nie durchsetzen."
    ( So wie Peer die Augen nach oben verdreht und "Hach, die bösen Banken" sagt, wenn er kaschieren will, daß er nicht den Mumm gehabt hat "Nein" zu sagen.)

    Dann wird man vielleicht ein Kozessiönchen machen, den ESM abwerfen oder so. Aber die Parteiokratie bleibt unangetastet. Die Bürger werden enteignet, aber die, die uns das eingebrockt haben, regieren weiter.

    Was letztendlich vielleicht keine gute - aber nicht mal die allerschlechteste Variante ist. Denn man hört ja, daß Regierende bei innenpolitischen Problemen auch schon zu außenpolitischer Eskalation bis hin zum Krieg gegriffen haben, um an der Macht zu bleiben.
    Aber da wir ja notfalls die Eu-Strukturen doch noch zum Sündenbock machen können, bleibt uns das wahrscheinlich wenigstens erspart.

  • da wo die Karawane hinzieht wird es riesige Blasen geben.

    Anleihen, Imobillien, Aktien, Gold, Rohstoffe.

    Bei jedem Umzug geht ein Teil des Geldes im Durchschnitt verloren.

    Das geht so lange, bis die Geldblase weg ist...

    Ich persoenlich schaue mir das Ganze von der Seite an, und mische erst wieder mit, wenn sich die Wolken verzogen haben. Und wenn es 10 oder mehr Jahre dauern wird...

  • Natürlich wird die Karawane weiterziehen. Die meisten Investoren können nun noch Kursgewinne bei "Altanleihen" realisieren. Sie haben zu niedrigen Renditen ihr Geld geparkt und haben dann beobachtet, daß die Kurse wahnwitzigerweise immer weiter steigen. Nun können sie die Gewinne realisieren und müssen das Kapital in einer anderen Assetklasse unterbringen. Viel bleibt da zur Zeit nicht übrig: Rohstoffe, Aktien und Immobilien. Auf allen Märkten sind schon liquiditätsgetriebene Blasenbildungen zu beobachten. Für Privatanleger gilt: Wenn sie eine Rendite von mehr als 2% p.a. wollen, müssen sie heute schon einiges riskieren! D.h. selbst der Kapitalerhalt ist schwer zu schaffen! Von Kapitalvermehrung sollte man Abstand nehmen. Der Tipp mit Nestle und Co. ist deswegen problematisch, weil a l l e Vermögensverwalter unisono die gleichen Aktien empfehlen. Was wird das zur Folge haben? Also Leute: Viel Glück im Umfeld der finanziellen Repression, wir können es gebrauchen!
    @azaziel: Nach der Wahl werden ab dem 1.1.2014 heftige Steuererhöhungen auf uns zu kommen. Danach werden Kapitalverkehrskontrollen eingeführt. Fremdwährungen und Gold für Privatleute wird es nicht mehr so einfach geben. Wir haben noch etwa 12 Monate um die Weichen zu stellen ...

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